Krypto hat eine eigene Sprache, und die meisten Begriffe stammen aus dem Englischen. Wer zum ersten Mal Bitcoin kauft, stolpert über Spread und Slippage, wird nach einer Seed Phrase gefragt und muss im Frühling plötzlich einen «Steuerwert» eintragen. Dieses Glossar erklärt 60 Begriffe in Klartext, geordnet nach Themen. Wo es hilft, zeigen wir, was ein Begriff in der Schweiz konkret bedeutet: welche Schwelle gilt, welche Behörde zuständig ist, was ein Schweizer Anbieter dafür verlangt.
Die Einträge sind bewusst kurz. Zu den grösseren Themen – Steuern, Wallets, Staking, ETPs, Regulierung – führt jeweils ein Link zu unserem ausführlichen Ratgeber.
Grundlagen
Blockchain
Ein öffentliches Kassenbuch, das auf Tausenden Rechnern gleichzeitig geführt wird. Neue Einträge werden in Blöcken gebündelt und kryptografisch an die vorherigen gekettet, sodass sich alte Buchungen nicht unbemerkt ändern lassen. Die Schweiz hat dafür 2021 eigene Gesetzesbestimmungen geschaffen (siehe DLT-Gesetz).
Bitcoin (BTC)
Die erste und grösste Kryptowährung, 2009 gestartet. Die Menge ist auf 21 Millionen BTC begrenzt, neue Coins entstehen nur durch Mining. Bitcoin kaufen Sie in der Schweiz bei Banken, Apps, Börsen oder am Automaten – die Wege vergleicht unser Ratgeber Bitcoin kaufen in der Schweiz.
Ethereum (ETH)
Die zweitgrösste Blockchain, auf der Programme laufen, sogenannte Smart Contracts. Ether ist die Währung, mit der dort Gebühren bezahlt werden. Seit 2022 arbeitet Ethereum mit Proof of Stake statt mit Mining. Wo Schweizer Ether kaufen: Ethereum kaufen.
Altcoin
Sammelbegriff für alle Kryptowährungen ausser Bitcoin, von Ether über Solana bis zu Memecoins wie Dogecoin. Das Angebot unterscheidet sich je nach Anbieter stark: PostFinance führt 22 Coins, SwissBorg rund 400. Einen Überblick gibt unsere Liste der wichtigsten Kryptowährungen.
Token
Ein digitaler Vermögenswert, der auf einer bestehenden Blockchain läuft, statt eine eigene zu haben – etwa USDT auf Ethereum. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) unterscheidet Zahlungs-, Anlage- und Nutzungs-Token und behandelt sie steuerlich unterschiedlich.
Stablecoin
Ein Token, dessen Kurs an eine Währung gekoppelt ist, meist an den US-Dollar (USDT, USDC). Es gibt auch Franken-Stablecoins wie den ZCHF (Frankencoin), erhältlich etwa bei Mt Pelerin. Die FINMA verlangt von Schweizer Herausgebern, dass alle Halter identifiziert werden. Mehr zum grössten Stablecoin: USDT in der Schweiz kaufen.
Smart Contract
Ein Programm auf der Blockchain, das automatisch ausgeführt wird, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind – ohne Bank oder Notar dazwischen. Smart Contracts sind die Basis von DeFi, NFTs und Stablecoins. Fehler im Code lassen sich nachträglich kaum korrigieren.
NFT
Non-Fungible Token: ein einmaliges digitales Objekt mit nachvollziehbarem Besitzer. Ein Schweizer Beispiel ist die Crypto Stamp der Post, eine echte Briefmarke mit digitalem Gegenstück auf der Polygon-Blockchain.
DeFi
Decentralized Finance: Finanzdienste wie Tauschbörsen, Kredite oder Zinsprodukte, die über Smart Contracts statt über Firmen laufen. Es gibt keinen Kundendienst und keine Einlagensicherung; ein Fehler im Code oder ein Hack kann das ganze Guthaben kosten.
Marktkapitalisierung
Kurs mal umlaufende Menge eines Coins. Die Zahl zeigt die Grösse eines Projekts, nicht seine Qualität. Ein Coin, der nur ein paar Rappen kostet, kann wegen seiner riesigen Stückzahl trotzdem Milliarden wert sein – ein tiefer Stückpreis heisst nicht «günstig».
Volatilität
Wie stark ein Kurs schwankt. Kryptowährungen schwanken ein Vielfaches stärker als Aktienindizes wie der SMI; Tagesbewegungen von zehn Prozent kommen vor. Deshalb warnen sowohl Anbieter als auch die FINMA ausdrücklich vor hohen Verlusten.
Halving
Alle 210’000 Blöcke, also etwa alle vier Jahre, halbiert sich die Belohnung, die Bitcoin-Miner pro Block erhalten. Beim Halving im April 2024 sank sie auf 3,125 BTC. Das Halving ist im Code festgelegt und verknappt das Angebot neuer Bitcoin planmässig.
Mining
Das «Schürfen» neuer Bitcoin: Spezialrechner lösen Rechenaufgaben, um Blöcke zu bestätigen, und erhalten dafür neue Coins plus Transaktionsgebühren. Steuerlich gilt Mining-Ertrag als Einkommen, bei grösserem Umfang als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit.
Kaufen und handeln
Exchange (Krypto-Börse)
Eine Plattform, auf der Käufer und Verkäufer über ein Orderbuch miteinander handeln. Bei Kraken Pro kostet ein Trade in der tiefsten Stufe 0,40 % (Maker) beziehungsweise 0,80 % (Taker), in der einfacheren Kraken-App 1 bis 1,5 % plus Spread. Welche Apps es gibt: Krypto-Apps in der Schweiz.
Broker
Ein Anbieter, der Ihnen Coins zu einem festen Preis verkauft, statt Sie mit anderen Händlern zusammenzubringen. Beispiele sind PostFinance mit 0,95 % pro Trade oder Relai mit 1 % Servicegebühr plus kleinem Spread. Ein Teil der Kosten steckt bei Brokern oft im Kurs.
OTC
Over the Counter: grosse Käufe direkt mit einem Handelsdesk statt über die Börse, damit der Kurs nicht davonläuft. Relai Private etwa beginnt bei CHF 100’000, Bitcoin Suisse veröffentlicht keine Mindestbeträge. Mehr: OTC-Handel in der Schweiz.
Orderbuch
Die Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsaufträge zu einem Handelspaar, sortiert nach Preis. Je dichter das Orderbuch, desto kleiner der Abstand zwischen bestem Kauf- und bestem Verkaufskurs und desto weniger bewegt eine grosse Order den Preis.
Market Order
Ein Auftrag, der sofort zum besten verfügbaren Preis ausgeführt wird. Bei kleinen Beträgen und grossen Coins unproblematisch, bei hohen Summen oder dünnem Markt riskant, weil der Durchschnittspreis deutlich vom angezeigten Kurs abweichen kann (siehe Slippage).
Limit Order
Ein Auftrag mit Preisgrenze: Sie legen beim Kauf den Höchstpreis, beim Verkauf den Mindestpreis fest. Ausgeführt wird nur zu diesem oder einem besseren Kurs. Erreicht der Markt Ihr Limit nicht, passiert nichts – Sie verpassen den Kauf, zahlen aber nie zu viel.
Maker und Taker
Maker stellen mit einer Limit Order neue Angebote ins Orderbuch, Taker nehmen bestehende Angebote mit einer sofort ausgeführten Order heraus. Börsen verlangen von Makern oft weniger: Bei Swissquote zahlen beide in der Einstiegsstufe 1 %, ab USD 60 Mio. Monatsvolumen sind es 0,08 % (Maker) und 0,18 % (Taker).
Spread
Der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Viele Apps nennen eine tiefe Gebühr und verdienen zusätzlich am Spread – wer kauft und sofort wieder verkauft, sieht ihn als Verlust. Vergleichen Sie deshalb immer den Endbetrag in Franken, nicht nur die ausgewiesene Gebühr.
Slippage
Die Differenz zwischen erwartetem und tatsächlich bezahltem Preis, weil eine Order mehrere Preisstufen im Orderbuch «abräumt» oder der Kurs sich während der Ausführung bewegt. Sie trifft vor allem grosse Market Orders und wenig gehandelte Coins.
Liquidität
Wie viel Handel in einem Coin stattfindet und wie leicht Sie kaufen oder verkaufen können, ohne den Kurs zu bewegen. Bitcoin und Ether werden weltweit in sehr grossen Volumen gehandelt, viele kleine Altcoins dagegen nur auf wenigen Börsen und gegen USD oder USDT.
DCA und Sparplan
Dollar-Cost-Averaging: regelmässig einen festen Betrag investieren, statt den perfekten Zeitpunkt zu suchen. PostFinance bietet Krypto-Sparpläne ab USD 50 (wöchentlich bis quartalsweise), Relai verrechnet für einen Sparplan-Kauf von CHF 100 pro Monat keine Gebühr.
Bitcoin-Automat
Ein Automat, an dem Sie Bitcoin mit Bargeld oder Karte kaufen. Gemäss Coin ATM Radar, zitiert von PostFinance, gibt es rund 130 Geräte in der Schweiz; der grösste Betreiber Värdex nennt über 80 eigene Automaten. Standorte, Limiten und Kosten: Bitcoin-Automaten in der Schweiz.
SIC und IBAN
SIC ist das System für Franken-Überweisungen zwischen Schweizer Banken, die IBAN Ihre Kontonummer darin. Wer in Franken per SIC einzahlt, spart sich den Währungswechsel – Kraken nimmt CHF über die Bank Frick kostenlos entgegen. Mehr: Krypto per Banküberweisung.
SEPA
Das europäische Zahlungssystem für Euro. Manche ausländischen Börsen akzeptieren nur Euro per SEPA; dann rechnet Ihre Bank die Franken um und verlangt dafür einen Aufschlag auf den Wechselkurs. Fragen Sie vorher nach dem Kurs, den Ihre Bank anwendet.
TWINT
Die Schweizer Bezahl-App. Als Einzahlungsweg für Krypto-Käufe haben wir sie bei keinem der geprüften Anbieter gefunden, darunter Relai, Kraken, SwissBorg, PostFinance, Yuh und Mt Pelerin. Umwege gibt es über den Peer-to-Peer-Marktplatz Peach oder Bitcoin-Gutscheine. Mehr: Krypto und TWINT.
ETP
Exchange Traded Product: ein Wertpapier, das an der Börse gehandelt wird, den Kurs eines Coins abbildet und in der Regel mit echten Coins hinterlegt ist. An der SIX Swiss Exchange sind über 200 Krypto-ETPs gelistet. Mehr: Krypto-ETPs in der Schweiz.
Staking
Coins einer Proof-of-Stake-Blockchain sperren, um das Netzwerk abzusichern, und dafür Belohnungen erhalten. PostFinance und Swissquote behalten je 20 % der Rewards als Gebühr. Anbieter, Sperrfristen und Steuern: Krypto-Staking in der Schweiz.
Wallets und Sicherheit
Wallet
Eine App oder ein Gerät, das Ihre Schlüssel verwaltet – nicht die Coins selbst, denn die liegen immer auf der Blockchain. Wer den Schlüssel hat, kontrolliert die Coins. Welche Wallets sich eignen: Krypto-Wallets in der Schweiz.
Hot Wallet
Ein Wallet, dessen Schlüssel auf einem Gerät mit Internetverbindung liegt, etwa eine Handy-App. Gut für kleine Beträge und Zahlungen im Alltag, aber angreifbar durch Schadsoftware, Phishing oder ein verlorenes Telefon ohne Backup.
Cold Storage
Aufbewahrung der Schlüssel ohne Verbindung zum Internet, etwa auf einer Hardware Wallet oder auf Papier. Banken und Börsen lagern den Grossteil der Kundenbestände so, und für grössere private Bestände ist es die gängige Empfehlung.
Hardware Wallet
Ein kleines Gerät, das den privaten Schlüssel offline speichert und Transaktionen intern unterschreibt. Bekannte Hersteller sind Ledger, Trezor und die in der Schweiz entwickelte BitBox. Unsere Tests: BitBox, Ledger und Trezor.
Paper Wallet
Schlüssel und Adresse auf Papier gedruckt. Die SBB-Billettautomaten geben Bitcoin und Ether für CHF 20 bis 500 als Paper Wallet aus. Wer die Coins nutzen will, überträgt sie am besten bald in ein richtiges Wallet. Anleitung: Bitcoin am SBB-Automaten.
Seed Phrase
Eine Liste von meist 12 oder 24 Wörtern, aus der sich alle Schlüssel eines Wallets wiederherstellen lassen. Wer sie kennt, besitzt Ihre Coins. Nie abfotografieren, nie auf einer Website eintippen, nie einem angeblichen Support verraten.
Private Key
Der geheime Schlüssel, mit dem Sie Transaktionen unterschreiben; er wird aus der Seed Phrase abgeleitet. Geht er verloren und gibt es kein Backup, sind die Coins unwiederbringlich weg – keine Bank und keine Behörde kann sie zurückholen.
Public Address
Die öffentliche Empfangsadresse, vergleichbar mit einer IBAN. Sie dürfen sie bedenkenlos teilen. Prüfen Sie beim Senden trotzdem die ersten und letzten Zeichen, denn manche Schadsoftware tauscht kopierte Adressen in der Zwischenablage aus.
Self-Custody
Sie verwahren Ihre Coins selbst in einem eigenen Wallet, statt sie bei Börse oder Bank zu lassen. Das schützt vor der Pleite eines Anbieters, macht Sie aber allein verantwortlich für Backup und Sicherheit. Die Zürcher Bitcoin-App Relai etwa funktioniert ausschliesslich so.
Phishing
Gefälschte E-Mails, SMS oder Websites, die Zugangsdaten oder Ihre Seed Phrase abgreifen wollen – häufig im Namen von Banken, Börsen oder angeblich der Steuerverwaltung. Typische Maschen und was Sie im Ernstfall tun: Krypto-Betrug erkennen.
Recht und Steuern in der Schweiz
FINMA
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht in Bern. Sie bewilligt Banken wie Sygnum oder AMINA und anerkennt die Selbstregulierungsorganisationen. Eine FINMA-Bewilligung ist etwas anderes als eine SRO-Mitgliedschaft. Wer was darf: FINMA und Krypto-Regulierung.
SRO
Selbstregulierungsorganisation. Viele Krypto-Firmen brauchen keine FINMA-Bewilligung, müssen sich aber für die Geldwäscherei-Aufsicht einer SRO anschliessen – im Krypto-Bereich etwa VQF, PolyReg, SO-FIT oder ARIF. Ob eine Firma Mitglied ist, zeigt die SRO-Mitgliedersuche der FINMA.
KYC
Know Your Customer: die Identifikation mit Ausweis, oft per Video-Selfie. In der Schweiz ist sie beim Tausch in Krypto ab CHF 1’000 Pflicht, wobei verbundene Transaktionen über 30 Tage zusammengezählt werden. Mt Pelerin erlaubt deshalb ohne Identifikation höchstens CHF 999 pro 30 Tage.
AML und GwG
Anti-Money-Laundering: die Regeln gegen Geldwäscherei, in der Schweiz im Geldwäschereigesetz (GwG) verankert. Sie sind der Grund, warum Banken bei grösseren Gutschriften aus Krypto-Verkäufen einen Herkunftsnachweis verlangen. Wie Sie das vorbereiten: Krypto auszahlen.
Travel Rule
Bei Überweisungen zwischen Anbietern müssen Angaben zu Absender und Empfänger mitgeschickt werden. Die Schweiz kennt keine Ausnahme für private Wallets: Schweizer Institute senden nur an externe Wallets, die nachweislich ihren eigenen Kunden gehören. Darum verlangen Anbieter oft einen Nachweis, dass eine Adresse Ihnen gehört.
DLT-Gesetz
Ein Paket von Gesetzesänderungen, in Kraft seit Februar 2021 (Teile) und August 2021 (Rest). Es regelt unter anderem Registerwertrechte, also Wertpapiere auf der Blockchain, und schafft eine Bewilligung für DLT-Handelssysteme. Die erste solche Bewilligung erhielt 2025 BX Digital.
MiCA
Die Krypto-Verordnung der EU. Sie gilt in der Schweiz nicht: Eine MiCA-Lizenz aus Frankreich oder Irland sagt nichts über eine Schweizer Bewilligung aus. Internationale Börsen bedienen Schweizer Kunden zudem oft über andere Gesellschaften als ihre EU-Kunden – ein Blick in die AGB lohnt sich.
Vermögenssteuer
Kryptowährungen zählen zum Vermögen und werden jedes Jahr mit ihrem Wert am Ende der Steuerperiode versteuert. Satz und Freibeträge legt der Kanton fest, deshalb zahlt man für denselben Bestand in Zug anders als in Genf. Alles dazu: Krypto-Steuern in der Schweiz.
Steuerwert und Kursliste
Die ESTV veröffentlicht für die verbreitetsten Kryptowährungen einen offiziellen Jahresendkurs in der Kursliste (ICTax). Diesen Steuerwert tragen Sie im Wertschriftenverzeichnis ein; fehlt ein Coin, gilt der Kurs einer führenden Handelsplattform. Schritt für Schritt: Krypto in der Steuererklärung.
Kapitalgewinn
Gewinne aus dem Verkauf privat gehaltener Kryptowährungen sind in der Schweiz steuerfrei, Verluste dafür nicht abziehbar. Wer sehr häufig handelt, kurzfristig spekuliert oder mit Krediten arbeitet, riskiert die Einstufung als gewerbsmässiger Händler – dann gelten Gewinne als Einkommen.
Airdrop
Gratis zugeteilte Token, etwa zum Start eines Projekts. Die ESTV behandelt Airdrops als steuerbares Einkommen zum Marktwert im Moment der Zuteilung, ähnlich wie Staking-Rewards. Unerwartete Token im Wallet sind ausserdem ein beliebter Köder für Betrüger: nicht anklicken, nicht «einlösen».
CARF
Ein OECD-Standard für den automatischen Austausch von Steuerdaten zu Krypto-Konten zwischen Staaten. Die Schweiz hat die gesetzliche Grundlage geschaffen; laut dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) beginnt der Austausch mit Partnerstaaten, sobald das Parlament diese genehmigt hat.
Blockchain-Technik
Proof of Work
Das Konsensverfahren von Bitcoin: Miner konkurrieren mit Rechenleistung darum, den nächsten Block zu schreiben. Das braucht viel Strom, macht Manipulationen aber teuer, weil ein Angreifer mehr Rechenleistung aufbringen müsste als der ehrliche Rest des Netzwerks.
Proof of Stake
Statt Rechenleistung hinterlegen Validatoren eigene Coins als Pfand. Wer korrekt arbeitet, erhält Belohnungen; wer betrügt oder Fehler macht, verliert einen Teil des Pfands. Ethereum, Solana, Cardano und Polkadot funktionieren nach diesem Prinzip.
Validator
Ein Rechner, der bei Proof of Stake Blöcke prüft und vorschlägt. Für einen eigenen Ethereum-Validator braucht es 32 ETH; Staking-Anbieter bündeln kleinere Beträge vieler Kunden. Verstösst ein Validator gegen die Regeln, kann ein Teil des Einsatzes gestrichen werden – das nennt man Slashing.
Gas Fee
Die Gebühr, die Sie für eine Transaktion an das Netzwerk zahlen – auf Ethereum in ETH, auf Polygon in POL. Sie schwankt mit der Auslastung. Für das Übertragen einer Crypto Stamp der Post genügt laut Post normalerweise weniger als ein Rappen.
Lightning Network
Ein Zahlungsnetz, das auf Bitcoin aufsetzt und kleine Zahlungen fast sofort und mit sehr tiefen Gebühren abwickelt. In Lugano akzeptieren viele Händler im Rahmen von Plan ₿ Bitcoin auch über Lightning – das Wallet muss Lightning allerdings unterstützen.
Layer 2
Ein Netzwerk, das auf einer Blockchain (Layer 1) aufsetzt, Transaktionen bündelt und so Gebühren senkt – etwa Lightning für Bitcoin oder Arbitrum für Ethereum. Beim Senden müssen Sender und Empfänger dasselbe Netzwerk verwenden, sonst können Coins verloren gehen.
Die Schweizer Szene
Crypto Valley
Spitzname für die Region Zug, wo sich seit Mitte der 2010er-Jahre viele Blockchain-Firmen angesiedelt haben. Laut der Krypto-Studie der Hochschule Luzern sassen im Juni 2026 32 % der 399 Krypto-Firmen der Schweiz und Liechtensteins im Kanton Zug. Mehr: Crypto Valley Zug.
Plan ₿
Das Bitcoin-Programm der Stadt Lugano, seit 2022 gemeinsam mit Tether. Städtische Gebühren und Steuern lassen sich in BTC und USDT bezahlen, über 360 Händler nehmen Krypto an. Mehr: Bitcoin in Lugano. Auch der Kanton Zug nimmt seit 2021 Steuern in BTC und ETH an: Steuern mit Bitcoin bezahlen.
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