Auf dieser Seite Bank statt Börse: Aufsicht und Verwahrung
  1. Bank statt Börse: Aufsicht und Verwahrung
  2. Was Krypto bei Swissquote kostet
  3. Swissquote im Vergleich
  4. 55 Coins, Transfers und Staking
  5. Swissquote und Yuh
  6. Steuern: eTax-Steuerauszug für CHF 85
  7. Konto eröffnen bei Swissquote
  8. Alternativen zu Swissquote

Testbericht · Bank & Broker· 6 Min. Lesezeit

Swissquote im Test: Krypto bei der Bank

Bitcoin und 54 weitere Kryptowährungen im selben Konto wie Aktien und ETFs, verwahrt von einer Schweizer Bank. Was das kostet, wann sich die Depotgebühr bemerkbar macht und für wen sich Swissquote lohnt.

Regulierung
FINMA-Bank, Gland
Coins
55 Kryptowährungen
Einzahlung
CHF-Konto mit Schweizer IBAN
Gebühren
1,00 % bis 0,08 % je nach Volumen
Alternative ansehen

Alternative mit Kartenkauf und grosser Coin-AuswahlSeit 2013 am MarktGruppe registriert bei FinCEN (USA) und FCA (UK)

Das Wichtigste in Kürze

  1. Swissquote ist eine Bank mit FINMA-Bewilligung in Gland: 55 Kryptowährungen im selben Konto wie Aktien und ETFs.
  2. Handelsgebühr 1,00 % im Einstieg, erst ab USD 6’000 Volumen in 30 Tagen weniger; dazu CHF 20–50 Depotgebühr pro Quartal fürs ganze Konto.
  3. Transfers auf eigene Wallets für USD 10–15, Staking von ETH, DOT, SOL und ADA gegen 20 % der Rewards, eTax-Steuerauszug für CHF 85.

Swissquote bietet seit 2017 Bitcoin-Handel im normalen Bankkonto an. Heute sind es laut Website 55 Kryptowährungen, gehandelt über die hauseigene Plattform SQX und verwahrt bei der Bank in Gland. Für wen lohnt sich das? Vor allem für Anlegerinnen und Anleger, die bereits ein Wertschriftendepot bei Swissquote haben oder eines wollen, die Krypto neben Aktien und ETFs im selben Konto sehen möchten und Wert auf eine Schweizer Bank mit FINMA-Aufsicht legen. Dazu kommen Staking zu 20 % Gebühr und die Möglichkeit, Coins auf eine eigene Wallet zu senden – was viele Banken nicht erlauben.

Weniger passend ist Swissquote, wenn Sie nur kleine Beträge in Krypto halten, viel handeln oder schnell per Karte kaufen wollen. Die Handelsgebühr startet bei 1,00 %, die Depotgebühr von mindestens CHF 20 pro Quartal fällt bei einem reinen Krypto-Konto voll ins Gewicht, und eine Kartenzahlung für Kryptokäufe haben wir nicht gefunden. Dieser Test rechnet nach.

Bank statt Börse: Aufsicht und Verwahrung

Swissquote Bank AG hat ihren Sitz in Gland VD und eine Bankbewilligung der FINMA; die Muttergesellschaft ist an der SIX kotiert. Für Kundinnen und Kunden in der EU gibt es eine Schwestergesellschaft in Luxemburg, die seit April 2026 eine MiCA-Bewilligung hat – für Schweizer ist aber die Schweizer Bank zuständig.

Laut Produktseite handeln und verwahren Sie «echte Krypto-Assets, keine Derivate». Das ist wichtig, weil ein Teil der Krypto-Produkte bei Schweizer Banken auf Zertifikaten oder ETPs beruht. Bei Swissquote liegen die Coins in Ihrem Swissquote-Wallet, und Sie können sie auf eine eigene Wallet übertragen.

Für die Sicherheit im Ernstfall gilt: Seit August 2021 regelt das Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (Art. 242a SchKG), dass verwahrte Kryptowerte nicht in die Konkursmasse fallen, wenn sie Ihnen jederzeit zugeordnet sind. Mit der Aufsichtsmitteilung 01/2026 hat die FINMA präzisiert, dass bewilligte Institute das auch sicherstellen müssen, wenn sie die Verwahrung an Dritte auslagern. Die Einlagensicherung von CHF 100’000 deckt dagegen nur Kontoguthaben in Franken und Fremdwährungen, nicht Ihre Coins. Mehr zu Bewilligungen und Schutzmechanismen im Ratgeber FINMA und Krypto.

Was Krypto bei Swissquote kostet

Swissquote verlangt eine Gebühr pro Trade, die mit dem Handelsvolumen der letzten 30 Tage sinkt, gemessen in US-Dollar. Unterschieden wird zwischen Maker stellen eine Limit-Order ins Orderbuch und liefern Liquidität; Taker handeln sofort zum besten verfügbaren Preis. Maker zahlen oft weniger.. Ein Auszug aus der Preisliste:

StufeVolumen 30 TageMakerTaker
Standard Iab USD 01,00 %1,00 %
Standard IIab USD 6’0000,90 %0,95 %
Premium Iab USD 25’0000,80 %0,90 %
Prime Iab USD 600’0000,50 %0,60 %
PRO IIab USD 60 Mio.0,08 %0,18 %

Die 0,08 % sind also eine Zahl für Profis; im Alltag zahlen Privatanleger 1,00 % oder knapp darunter. Hinzu kommt der Differenz zwischen dem besten Kauf- und dem besten Verkaufskurs. Sie bezahlen ihn bei jedem Kauf indirekt mit., den Swissquote nicht separat ausweist. Laut Swissquote aggregiert SQX die Liquidität mehrerer Quellen, um ihn tief zu halten. Ein Vorteil gegenüber Wertschriften: Beim Krypto-Handel fallen laut Swissquote keine Stempel- oder Börsenabgaben an.

Depotgebühr: Swissquote berechnet pro Quartal CHF 20 bis CHF 50’000 Vermögen (ohne Liquidität), CHF 25 bis CHF 100’000, CHF 37.50 bis CHF 150’000 und höchstens CHF 50. Krypto zählt mit; über CHF 1 Mio. kommen 0,0075 % pro Quartal dazu. Die Gebühr gilt fürs ganze Konto: Wer schon Aktien oder ETFs bei Swissquote hält, zahlt für Krypto meist nichts zusätzlich. Wer ein Konto nur für Krypto eröffnet, zahlt mindestens CHF 80 pro Jahr.

Transfers: Einzahlungen von einer externen Wallet sind ab einem Gegenwert von USD 500 gratis, darunter kosten sie USD 10. Auszahlungen kosten USD 10 für 20 Coins wie BTC, ETH, SOL oder DOGE und USD 15 für 26 weitere wie LINK, USDC oder USDT. Insgesamt sind 46 der 55 Coins übertragbar.

Rechenbeispiel: CHF 1’000 in Bitcoin

Annahme: Sie kaufen Bitcoin für CHF 1’000 und halten sie ein Jahr. Grundlage ist die Preisliste von Swissquote.

Total im ersten Jahr: CHF 10 für bestehende Kunden, CHF 90 für ein reines Krypto-Konto. Einen Kartenkauf als teurere Schnellvariante gibt es bei Swissquote nicht: Sie zahlen per Banküberweisung auf das Konto ein, die erste Einzahlung muss für Schweizer mindestens CHF 500 betragen.

Zum Vergleich: Bei Yuh kostet derselbe Kauf ebenfalls CHF 10, eine Depotgebühr gibt es nicht. Bei Kraken Pro zahlen Sie CHF 4 bis CHF 8, tragen aber das Risiko einer ausländischen Gegenpartei.

Swissquote im Vergleich

Swissquote und drei Alternativen (Angaben der Anbieter)
SwissquoteYuhPostFinanceKraken
Handelsgebühr1,00 % bis 0,08 %1 %0,95 % bis 0,55 %Pro 0,40 % / 0,80 %
Laufende KostenCHF 20–50 pro Quartal (ganzes Konto)keine Depotgebühr0,15 % p. a.keine im Gebührenplan
Coins555022mehrere hundert
Auf eigene Walletja, USD 10–15nicht bestätigt
StakingETH, DOT, SOL, ADA (20 %)nicht erwähntnur ETH (20 %)25–30 % Kommission

Die Tabelle zeigt das Muster: Swissquote ist nicht die günstigste Wahl, aber die vollständigste unter den Schweizer Banken. Wer vor allem tiefe Gebühren sucht, landet bei einer Börse; wer möglichst einfach kleine Beträge kaufen will, bei Yuh. Alle Bankangebote im Überblick finden Sie unter Krypto bei Schweizer Banken.

55 Coins, Transfers und Staking

Die Auswahl reicht von Bitcoin und Ether über Solana, XRP, Cardano, Chainlink und Polkadot bis zu den Stablecoins USDT, USDC und EURC. Dazu kommen Meme-Coins wie Dogecoin, Shiba Inu, Pepe, Bonk und Floki. USDT ist nicht selbstverständlich: PostFinance führt ihn nicht, und Revolut hat ihn für Schweizer Kunden 2026 gestrichen. Pi Network fehlt bei Swissquote, wie bei allen von uns geprüften Schweizer Anbietern.

Beim Coins werden einem Proof-of-Stake-Netzwerk als Pfand zur Verfügung gestellt; dafür gibt es Belohnungen in derselben Kryptowährung. bietet Swissquote vier Coins an: Ether ab 0,001 ETH, Polkadot ab 0,1 DOT, Solana ab 0,1 SOL und Cardano ab 1 ADA. Swissquote behält 20 % der Rewards, ausbezahlt wird wöchentlich am Dienstag. Die publizierten Renditen von bis zu 2,5 % (ETH), 4,29 % (DOT), 6,24 % (SOL) und 2 % (ADA) sind geschätzte Bruttowerte. Laut Swissquote kommen keine Unterverwahrer zum Einsatz. Wie das Risiko von Slashing und Sperrfristen aussieht, erklärt der Ratgeber Krypto-Staking in der Schweiz.

Eine Krypto-Debitkarte haben wir bei Swissquote nicht gefunden. Wer Coins ausgeben will, verkauft sie zuerst und nutzt dann das Kontoguthaben.

Swissquote und Yuh

Seit Juli 2025 gehört die App Yuh vollständig Swissquote; PostFinance hat ihren Anteil von 50 % verkauft. Yuh bietet 50 Token ab CHF 10, verlangt 1 % pro Trade und keine Depotgebühr. Verwahrt werden die Coins bei Swissquote; als Unterverwahrer und Liquiditätsquellen nennt Yuh Coinbase, Bitstamp Europe und Payward (Kraken). Staking erwähnt Yuh nicht, und ob Sie Coins auf eine externe Wallet senden können, steht auf den von uns geprüften Seiten nicht. Faustregel: Für kleine Sparbeträge ist Yuh günstiger, für grössere Bestände, Staking und Transfers Swissquote. Details im Yuh-Test.

Steuern: eTax-Steuerauszug für CHF 85

Swissquote stellt in der Schweiz steuerpflichtigen Kunden einen digitalen eTax-Steuerauszug aus. Für ein Trading-Konto kostet er CHF 85 inklusive MWST. Bestellbar ist er ab 1. Januar am Computer unter Dokumente; bis 15. Februar bestellt, kommt er bis 28. Februar. Der Barcode lässt sich in die kantonale Steuersoftware einlesen. Ob Krypto-Positionen darin erscheinen, steht auf der Hilfeseite nicht ausdrücklich – fragen Sie vor der Bestellung nach. Unabhängig davon gilt: Massgebend ist der Steuerwert der ESTV-Kursliste per 31. Dezember, Staking-Rewards sind Einkommen. Schritt für Schritt erklärt in Krypto in der Steuererklärung.

Konkret gut

  • Verwahrung bei einer Schweizer Bank mit FINMA-Bewilligung, im selben Konto wie Aktien und ETFs
  • 55 Kryptowährungen, darunter USDT, XRP, Solana und Dogecoin
  • Auszahlung auf eigene Wallets für 46 Coins (USD 10–15)
  • Staking von ETH, DOT, SOL und ADA gegen 20 % der Rewards
  • Keine Stempelabgabe auf Krypto-Trades; eTax-Steuerauszug erhältlich (CHF 85)

Zu beachten

  • Handelsgebühr 1,00 % bis USD 6’000 Volumen in 30 Tagen
  • Depotgebühr CHF 20–50 pro Quartal; bei reinem Krypto-Konto mindestens CHF 80 im Jahr
  • Kein Kartenkauf; erste Einzahlung mindestens CHF 500 per Überweisung
  • Pi Network nicht im Angebot

Konto eröffnen bei Swissquote

Die Eröffnung läuft online und dauert laut Swissquote rund zehn Minuten. Sie brauchen einen Pass oder eine Identitätskarte, einen Wohnsitznachweis, der nicht älter als sechs Monate ist (etwa eine Rechnung, eine Steuerveranlagung oder eine Wohnsitzbestätigung), und ein Gerät mit Kamera. Für Schweizer genügt die Fotoprüfung des Ausweises, eine Videoidentifikation ist nicht nötig. Wie bei jeder Bank fragt Swissquote nach Steuerdomizil, Beruf und der erwarteten Einzahlung – diese Know Your Customer: gesetzlich vorgeschriebene Prüfung von Identität und Mittelherkunft, bevor eine Bank ein Konto eröffnet.-Angaben sind Pflicht.

  1. Antrag starten

    Auf swissquote.com das Swissquote-Konto wählen, Personalien eingeben und ein Passwort festlegen.

  2. Steuer- und Berufsangaben

    Steuerdomizil und Beruf angeben sowie die voraussichtliche Einzahlung schätzen – das ist keine Verpflichtung.

  3. Identität prüfen

    Pass oder ID mit der Kamera fotografieren, Wohnsitznachweis hochladen und den Kontovertrag digital unterzeichnen.

  4. Erste Einzahlung

    Mindestens CHF 500 per Überweisung von einem Konto auf Ihren Namen. Wise-Konten akzeptiert Swissquote dafür nicht.

  5. Krypto kaufen

    Nach der Bestätigung per E-Mail im Bereich Krypto einen Coin wählen und eine Order erfassen. Bei Transfers auf eine eigene Wallet die Adresse doppelt prüfen.

Sie möchten eine Alternative mit Kartenkauf und deutlich grösserer Coin-Auswahl testen? Dort zahlen Sie in Euro oder per Apple Pay ein.

Seit 2013 am MarktGruppe registriert bei FinCEN (USA) und FCA (UK)

Kostenloses Konto erstellen

Alternativen zu Swissquote

Wer Franken kostenlos per SIC einzahlen und Gebühren unter 1 % will, schaut sich Kraken an. Wer per Karte kaufen oder Coins jenseits der 55 Swissquote-Titel sucht, findet im CEX.IO-Test eine internationale Alternative ohne Franken-Konto. Und wer Bitcoin über das gewohnte Wertschriftendepot halten will, kann auch Krypto-ETPs an der SIX kaufen – mit Steuerauszug, aber mit Verwaltungsgebühr.

FAQ

Häufige Fragen

Ist Krypto bei Swissquote sicher?

Swissquote ist eine Schweizer Bank mit FINMA-Bewilligung und verwahrt echte Coins, keine Derivate. Seit August 2021 können verwahrte Kryptowerte im Konkurs eines Schweizer Verwahrers ausgesondert werden, wenn sie Ihnen jederzeit zugeordnet sind. Die Einlagensicherung bis CHF 100’000 gilt dagegen nur für Kontoguthaben, nicht für Krypto. Kursrisiko und Hackerangriffe auf Ihr Login bleiben Ihr Risiko.

Was kostet es, bei Swissquote Bitcoin zu kaufen?

In der Einstiegsstufe 1,00 % pro Trade, bei CHF 1’000 also CHF 10. Ab USD 6’000 Handelsvolumen in 30 Tagen sinkt der Satz auf 0,90 % bzw. 0,95 %. Dazu kommt die Depotgebühr von CHF 20 pro Quartal bis CHF 50’000 Vermögen, die fürs ganze Konto gilt. Wer nur Krypto hält, zahlt damit mindestens CHF 80 pro Jahr. Stempelabgaben fallen keine an.

Kann ich Krypto von Swissquote auf eine eigene Wallet senden?

Ja. Swissquote erlaubt Ein- und Auszahlungen für 46 Coins. Eine Auszahlung kostet USD 10 für Coins wie BTC, ETH, SOL oder DOGE und USD 15 für andere wie LINK, USDC oder USDT. Einzahlungen von einer externen Wallet sind ab einem Gegenwert von USD 500 gratis, darunter kosten sie USD 10.

Gibt Swissquote einen Steuerauszug für Krypto?

Swissquote bietet in der Schweiz steuerpflichtigen Kunden einen digitalen eTax-Steuerauszug an, für Trading-Konten zu CHF 85 inklusive MWST. Er lässt sich ab 1. Januar im Bereich Dokumente bestellen. Ob Krypto-Positionen darin aufgeführt sind, steht auf der Hilfeseite nicht ausdrücklich; fragen Sie vor der Bestellung nach. Massgebend bleibt der Steuerwert der ESTV-Kursliste.

Swissquote oder Yuh: Was ist besser für Krypto?

Yuh gehört seit Juli 2025 vollständig Swissquote. Die App verlangt 1 % pro Trade, kennt keine Depotgebühr und verkauft Bruchteile ab CHF 10 – für kleine Beträge meist günstiger. Swissquote bietet dafür 55 statt 50 Coins, Volumenrabatte, Staking und Transfers auf eigene Wallets. Wer bereits Wertschriften bei Swissquote hält, zahlt für Krypto keine zusätzliche Depotgebühr, solange das Vermögen unter CHF 50’000 bleibt.

Welche Kryptowährungen kann ich bei Swissquote staken?

Ether (ab 0,001 ETH), Polkadot (ab 0,1 DOT), Solana (ab 0,1 SOL) und Cardano (ab 1 ADA). Swissquote behält 20 % der Rewards und zahlt wöchentlich am Dienstag aus. Die genannten Renditen sind geschätzte Bruttowerte. Laut Swissquote kommen keine Unterverwahrer zum Einsatz. Rewards sind als Einkommen zu versteuern.

Bereit, es selbst auszuprobieren? Ein Konto ist in wenigen Minuten eröffnet.

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Seit 2013 am MarktGruppe registriert bei FinCEN (USA) und FCA (UK)