Dogecoin ist die Kryptowährung, die niemand ernst nehmen wollte – und die trotzdem seit über zehn Jahren nicht verschwindet. Gemessen an der Marktkapitalisierung gehört DOGE seit Jahren zu den grösseren Kryptowährungen. In der Schweiz ist der Coin bei einigen Banken und Apps erhältlich, bei anderen bewusst nicht. Und seit April 2025 gibt es ihn sogar als Produkt an der SIX.
Diese Seite zeigt, wo du Dogecoin mit Franken kaufst, was dich das kostet, wann ein ETP die bessere Wahl ist und warum du bei einem Kryptowährung, die aus einem Internet-Witz oder Meme entstanden ist und deren Kurs stark von Stimmung und sozialen Medien abhängt. mit deutlich grösseren Schwankungen rechnen musst als bei Bitcoin.
Vom Internet-Witz zur Top-20-Kryptowährung
Dogecoin wurde am 6. Dezember 2013 vom Softwareentwickler Billy Markus und vom Marketingmann Jackson Palmer gestartet – als Parodie auf den damaligen Krypto-Hype. Logo ist der Shiba-Inu-Hund aus dem «Doge»-Meme. Technisch basiert Dogecoin auf Litecoin und damit indirekt auf Bitcoin.
- Dez. 2013
Start von Dogecoin durch Billy Markus und Jackson Palmer.
- 2014
Merged Mining mit Litecoin: Miner sichern beide Netzwerke gleichzeitig.
- Mai 2021
Rekordhoch bei rund 0.73 Dollar, kurz vor Elon Musks Auftritt in der US-Show «Saturday Night Live».
- Ende 2024
Marktkapitalisierung laut 21Shares rund 46 Milliarden Dollar, Rang sechs.
- April 2025
21Shares lanciert ein physisch hinterlegtes Dogecoin-ETP an der SIX und an Xetra.
- Nov. 2025
In den USA starten die ersten Spot-ETFs auf Dogecoin, unter anderem von Grayscale (GDOG) und Bitwise (BWOW).
Der Name sorgte 2025 noch einmal für Verwirrung: Die US-Behörde «Department of Government Efficiency», kurz DOGE, hat mit der Kryptowährung nichts zu tun.
Kein Limit: wie viele Dogecoin es gibt
Dogecoin funktioniert mit Verfahren, bei dem Rechner mit Rechenleistung neue Blöcke erzeugen und dafür neue Coins als Belohnung erhalten. Auch Bitcoin nutzt es., ähnlich wie Bitcoin. Der entscheidende Unterschied ist das Angebot: Bitcoin ist auf 21 Millionen Stück begrenzt, Dogecoin nicht. Jede Minute entsteht ein Block, und jeder Block bringt fix 10’000 neue DOGE. Das ergibt gut 5 Milliarden neue Coins pro Jahr.
Laut CoinGecko sind weit über 100 Milliarden DOGE im Umlauf. Die jährliche Teuerung liegt damit bei rund 3 Prozent und sinkt langsam, weil die fixe Menge an neuen Coins auf einen immer grösseren Bestand trifft. Für dich heisst das: Damit der Preis stabil bleibt, muss jedes Jahr neue Nachfrage im Wert von rund 5 Milliarden Coins dazukommen. Für ein Zahlungsmittel ist das gewollt, für eine Wertanlage ist es ein Gegenwind.
Wo du Dogecoin in der Schweiz kaufen kannst
Die Schweizer Anbieter sind sich bei Dogecoin nicht einig. Swissquote führt ihn, PostFinance und die Luzerner Kantonalbank verzichten darauf.
| Anbieter | DOGE | Franken-Einzahlung | Kosten (Kauf) | Auf eigene Wallet |
|---|---|---|---|---|
| CEX.IO | nein (USD, EUR, GBP) | Spot 0,15–0,25 % | ||
| Swissquote | Bankkonto | 1,00 % | USD 10 pro Auszahlung | |
| SwissBorg | nur per SWIFT | 0,99 % | ||
| Kraken | SIC gratis | ab 0,80 % (Pro) | ||
| Yuh | Bankkonto | 1,00 % | nicht bestätigt | |
| PostFinance | – | – | – | |
| Luzerner KB | – | – | – |
- CEX.IO ist seit 2013 aktiv; Konzerngesellschaften sind in den USA (FinCEN) und in Grossbritannien (FCA) registriert. Schweizer Kunden schliessen den Vertrag mit der CEX OVRS LLC auf Nevis, die keine Aufsichtsbehörde nennt; eine FINMA-Bewilligung gibt es nicht. DOGE handelst du dort gegen Dollar, Euro, USDC oder Bitcoin, Franken-Paare fehlen. Spot-Gebühren ab 0,15 % (Maker) und 0,25 % (Taker) (CEX.IO im Test).
- Swissquote listet DOGE unter rund 50 Kryptowährungen. Die Gebühr beginnt bei 1 % und sinkt mit dem Handelsvolumen. Auszahlungen auf eine externe Wallet kosten USD 10 (Swissquote im Test).
- SwissBorg verrechnet für jeden Tausch pauschal 0,99 %. Vertragspartnerin für Schweizer Kunden ist die französische BlockNodes SAS mit MiCA-Zulassung. Franken zahlst du nur per SWIFT ein, Karteneinzahlungen kosten Schweizer Kunden 4,5 % (SwissBorg im Test).
- Kraken nimmt Franken per SIC über die Bank Frick gebührenfrei an; Vertragspartnerin für Schweizer Kunden ist eine Gesellschaft auf den British Virgin Islands. In der Pro-Ansicht zahlst du 0,40 % als Maker und 0,80 % als Taker, in der einfachen App mehr (Kraken im Test).
- Yuh führt Dogecoin in der Kursübersicht seiner rund 50 Token, Käufe sind ab CHF 10 möglich, die Gebühr beträgt 1 % (Yuh im Test).
- Coinbase führt DOGE ebenfalls; ob Schweizer Kunden dort in Franken einzahlen können, konnten wir nicht bestätigen (Coinbase im Test).
Nicht im Angebot ist Dogecoin bei PostFinance, der Luzerner Kantonalbank, Mt Pelerin und der Tessiner BancaStato.
Dogecoin ist dabei längst nicht mehr allein. Swissquote führt neben DOGE auch Shiba Inu, Pepe, Bonk, Floki und Dogwifhat, Yuh zusätzlich die Token «Official Trump» und «Official Melania». Die Auswahl zeigt, wie stark Schweizer Anbieter inzwischen auf Meme-Coins setzen. Sie zeigt aber auch: Dogecoin ist unter diesen Coins der älteste und mit Abstand liquideste, die Nachahmer sind meist deutlich jünger und kleiner.
Schritt für Schritt: DOGE mit Franken kaufen
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Anbieter wählen
Willst du DOGE nur halten, reicht eine Bank-App wie Swissquote oder Yuh. Willst du ihn senden oder selbst verwahren, brauchst du einen Anbieter mit Auszahlung auf eine eigene Wallet.
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Konto eröffnen
Identifikation mit Pass oder ID und Selfie. Schweizer Anbieter müssen dich spätestens ab CHF 1’000 Kryptokäufen in 30 Tagen identifizieren.
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Franken überweisen
Eine SIC-Überweisung vom Schweizer Konto ist meist gratis. Kartenzahlungen kosten je nach Anbieter mehrere Prozent.
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Kaufen – gern in Etappen
Bei einem so volatilen Coin können regelmässige kleine Käufe, etwa CHF 50 pro Monat, die Einstiegskurse glätten. Eine Garantie ist das nicht.
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Bestand und Kaufbelege sichern
Speichere die Abrechnungen. Für die Steuererklärung zählt der Bestand am 31. Dezember.
Ein Rechenbeispiel: Für CHF 200 bekommst du bei einem Kurs von CHF 0.064 rund 3’100 DOGE. Bei Swissquote oder Yuh kostet der Kauf CHF 2, bei SwissBorg rund CHF 1.98. Mehr zu Überweisungen auf Krypto-Konten erklärt unser Ratgeber Krypto per Banküberweisung kaufen.
Dogecoin per Banküberweisung kaufen und selbst entscheiden, ob er auf der Plattform bleibt oder in deine Wallet geht.
Seit 2013 am MarktGruppe registriert bei FinCEN (USA) und FCA (UK)
Dogecoin-ETP an der SIX: die Alternative fürs Wertschriftendepot
Wer kein Krypto-Konto eröffnen will, kann Dogecoin wie eine Aktie über das Wertschriftendepot kaufen. Das 21Shares Dogecoin ETP ist ein Exchange Traded Product: börsengehandeltes Wertpapier, das den Kurs einer Kryptowährung abbildet und mit echten Coins hinterlegt ist. mit diesen Eckdaten:
Das Produkt ist laut 21Shares vollständig mit Dogecoin hinterlegt, verwahrt von BitGo Europe. Der Vorteil: kein separates Konto, keine Wallet, und das ETP erscheint im Steuerauszug deiner Bank. Der Nachteil sind die laufenden Kosten. Auf CHF 1’000 zahlst du pro Jahr CHF 25 Verwaltungsgebühr, dazu die Courtage deiner Bank. Beim Direktkauf bei Swissquote fallen dagegen 1 % beim Kauf und 1 % beim Verkauf an, also insgesamt CHF 20 – egal, wie lange du hältst. Wer länger als ein Jahr dabeibleibt, fährt direkt meist günstiger. Bedenke auch die Grösse: Im Vergleich zu grossen Bitcoin-ETPs steckt in diesem Produkt wenig Geld – das verwaltete Vermögen zeigt 21Shares auf der Produktseite. Kleine ETPs können vom Emittenten eingestellt werden; du erhältst dann in der Regel den Gegenwert, verlierst aber die Position. Ob deine Bank den Handel mit Krypto-ETPs zulässt, musst du im Einzelfall prüfen. Einen Überblick gibt unser Ratgeber zu Krypto-ETPs in der Schweiz.
Aufbewahrung: App, Bank oder eigene Wallet
Die meisten Schweizer Käufer lassen DOGE beim Anbieter liegen. Bei Swissquote verwahrt eine Schweizer Bank deine Coins, bei SwissBorg und Kraken die jeweilige Plattform. Wer DOGE selbst halten will, braucht eine Wallet, die Dogecoin unterstützt. Die Hardware-Wallets von Ledger und Trezor tun das, das Schweizer BitBox02 laut Datenblatt nicht. Die Netzwerkgebühren für eine Dogecoin-Überweisung sind tief, eine Testüberweisung lohnt sich trotzdem. Wie du die passende Lösung findest, steht im Ratgeber Krypto-Wallets in der Schweiz.
Dogecoin und die Steuern
Steuerlich behandelt die ESTV Dogecoin wie andere Kryptowährungen. Der Bestand am 31. Dezember gehört ins Wertschriftenverzeichnis und unterliegt der Vermögenssteuer. Für das Steuerjahr 2025 nennt die Kursliste ICTax CHF 0.095719 pro DOGE. Wer Ende 2025 50’000 DOGE besass, deklarierte also rund CHF 4’786 Vermögen. Kursgewinne im Privatvermögen sind steuerfrei, Verluste nicht abziehbar. Achtung bei sehr häufigem Handel mit Fremdkapital: Dann kann die Steuerverwaltung dich als gewerbsmässigen Händler einstufen. Details in unserem Ratgeber Krypto-Steuern in der Schweiz.
Ehrlich gesagt: die Risiken eines Meme-Coins
Dogecoin hat keine Firma, die Umsatz macht, und keine eingebaute Knappheit. Der Kurs lebt von Aufmerksamkeit. Das zeigte sich 2021, als Beiträge von Elon Musk den Kurs innert Monaten vervielfachten – und danach wieder fallen liessen. Wer im Mai 2021 auf dem Höchststand gekauft hat, liegt seither tief im Minus.
Eine vernünftige Faustregel: Nur einen kleinen Teil des Vermögens in Meme-Coins stecken, und nur Geld, dessen Totalverlust du verkraften würdest. Wer eine langfristige Krypto-Position aufbauen will, findet in Bitcoin oder in unserer Übersicht der wichtigsten Kryptowährungen Alternativen mit anderen Eigenschaften. Diese Seite ist keine Anlageberatung.