Bitcoin ist die Kryptowährung, die du in der Schweiz am einfachsten bekommst. Alle Banken mit Kryptoangebot führen ihn, dazu spezialisierte Schweizer Apps, internationale Börsen, Automaten und sogar die Billettautomaten der SBB. Die Unterschiede liegen bei den Kosten, beim Zahlungsweg und bei der Frage, wer am Ende deine Bitcoin verwahrt.
Diese Seite geht nur um Bitcoin. Welche anderen Coins es bei Schweizer Anbietern gibt, zeigt die Übersicht der Kryptowährungen.
Wo du in der Schweiz Bitcoin kaufen kannst
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Wege mit Franken oder Euro. Die Gebühren stammen aus den Preisverzeichnissen der Anbieter; dazu kommt bei den meisten ein Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Der Anbieter verdient daran, auch wenn keine separate Gebühr ausgewiesen ist..
| Anbieter | Einzahlung | Gebühr pro Kauf | Verwahrung | Status |
|---|---|---|---|---|
| CEX.IO | kein CHF; Karte, SEPA | 0,25 % Taker | Börse | Nevis-Gesellschaft, keine Aufsicht genannt |
| Relai | Überweisung; Karte +3 % | 1,0 % | eigene Wallet | VQF (SRO) |
| Überweisung, Dauerauftrag | 1,5 % | eigene Wallet | VQF (SRO) | |
| PostFinance | PostFinance-Konto | 0,95 % + 0,15 % p.a. | Bank | FINMA-Bank |
| Swissquote | Swissquote-Konto | 1,00 % (Einstieg) | Bank | FINMA-Bank |
| Kraken | CHF per SIC gratis | 0,40–0,80 % (Pro) | Börse | BVI-Gesellschaft |
| SwissBorg | CHF nur per SWIFT | 0,99 % | App | MiCA (Frankreich) |
| Mt Pelerin | SIC; bar am Postschalter | 0–1,3 % | eigene Wallet | SO-FIT (SRO) |
Ein paar Erläuterungen. CEX.IO ist seit 2013 am Markt; Gruppengesellschaften sind in den USA (FinCEN) und in Grossbritannien (FCA) registriert, Schweizer Kundschaft kontrahiert aber mit der CEX OVRS LLC auf Nevis. Franken führt die Börse nicht, und die Kartengebühr nennt die Website uneinheitlich (Spannen bis 4,99 Prozent plus Servicegebühr); verbindlich ist der Betrag im Checkout. Kraken ist für Schweizer die direkteste internationale Börse: Franken kommen per SIC über die Bank Frick ab CHF 1 kostenlos und am selben Tag an. Bei SwissBorg geht eine Franken-Einzahlung nur per SWIFT an die französische Gesellschaft BlockNodes; deine Bank kann dafür Gebühren verlangen.
Was ein Kauf kostet – und geht es ohne Gebühren?
Ein Kauf über CHF 1’000 kostet: bei PostFinance CHF 9.50 Handelsgebühr plus CHF 1.50 Depotgebühr pro Jahr (exkl. MWST), bei Relai CHF 10 plus Spread, bei Pocket CHF 15, bei Kraken Pro je nach Ordertyp CHF 4 bis 8. Mit Karte wird es teurer: Relai schlägt 3 Prozent auf, SwissBorg für Schweizer Kundschaft 4,5 Prozent.
Ganz ohne Gebühren kaufst du Bitcoin nirgends, ein Spread fällt immer an. Am nächsten kommen zwei Angebote: Bei Mt Pelerin sind die ersten CHF 500 Jahresvolumen per Banküberweisung kommissionsfrei (danach 1,3 Prozent), und Relai gewährt im Sparplan pro Kalendermonat einen Kauf über CHF 100 ohne Servicegebühr. Wer grössere Beträge kauft, fährt mit einer Limit-Order an einer Börse oder mit den Volumenrabatten von Swissquote meist günstiger.
Schritt für Schritt: Bitcoin mit Franken kaufen
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Weg wählen
Bank (PostFinance, Swissquote, ZKB), Bitcoin-App (Relai, Pocket) oder Börse (Kraken). Entscheidend ist, ob du die Bitcoin selbst verwahren willst.
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Konto eröffnen und verifizieren
Die Identifikation (KYC) läuft per Ausweis und Selfie in der App. Ab CHF 1’000 innerhalb von 30 Tagen ist sie in der Schweiz Pflicht.
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Franken einzahlen
Per Banküberweisung (SIC) ist es fast überall kostenlos. Wer Euro hat, etwa als Grenzgänger, zahlt bei Kraken per SEPA ein. Karten kosten 3 bis 4,5 Prozent.
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Bitcoin kaufen
Betrag eingeben und bestätigen. Mindestbeträge: Relai CHF 50, PostFinance USD 50, Pocket ohne Minimum. An Börsen spart eine Limit-Order Gebühren.
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In die eigene Wallet übertragen
Optional, aber empfehlenswert für grössere Beträge. Relai und Pocket schicken die Bitcoin direkt in deine eigene Wallet.
Bereit für den ersten Bitcoin-Kauf? Konto eröffnen, Franken oder Euro überweisen und loslegen.
Seit 2013 am MarktGruppe registriert bei FinCEN (USA) und FCA (UK)
Bitcoin-only: Relai, Pocket und DFX
Drei Schweizer Anbieter verkaufen ausschliesslich oder vor allem Bitcoin und schicken ihn direkt in eine Wallet, die nur du kontrollierst. Das nennt man Du verwahrst die privaten Schlüssel selbst, statt sie einer Bank oder Börse zu überlassen. Niemand kann deine Coins einfrieren – aber niemand hilft, wenn du den Zugang verlierst..
Relai aus Zürich ist VQF-Mitglied, verlangt 1,0 Prozent Servicegebühr (0,9 Prozent mit Empfehlungscode) und bezahlt beim Kauf die Netzwerkgebühr. Pro Jahr kannst du als Schweizer Kunde bis CHF 100’000 kaufen und verkaufen. Pocket, betrieben von der Pocket App AG in Lupfig (AG), ebenfalls VQF-Mitglied, rechnet 1,5 Prozent ohne Mindestgebühr zum Kraken-Kurs ab und kennt keinen Mindestbetrag. Pocket funktioniert nur per Banküberweisung oder Dauerauftrag und zahlt auf Wunsch über Lightning aus. DFX aus Zug, ebenfalls VQF-Mitglied, verkauft über 80 Kryptowährungen inklusive Bitcoin direkt in die eigene Wallet, zum Standardtarif von 1,49 Prozent beim Kauf.
Bitcoin bei der Hausbank: Raiffeisen, UBS, ZKB
Viele suchen zuerst bei ihrer eigenen Bank. Die Lage ist uneinheitlich:
- ZKB: Seit September 2024 handelst du Bitcoin und Ether rund um die Uhr im E-Banking und in der App. Die ZKB verwahrt die Schlüssel, ausgeführt wird über Crypto Finance AG. Die Thurgauer Kantonalbank nutzt denselben Service.
- UBS: Laut Medienberichten haben seit Januar 2026 ausgewählte Private-Banking-Kunden Zugang zu Bitcoin und Ether. Von UBS bestätigt ist das nicht.
- Raiffeisen: Einen direkten Bitcoin-Handel konnten wir nicht finden. Ob Bitcoin-ETPs im Raiffeisen-Depot handelbar sind, klärst du am besten im E-Banking oder bei deinem Berater.
- PostFinance und LUKB: PostFinance führt 22 Coins, die Luzerner Kantonalbank neun; die LUKB verlangt bis CHF 10’000 allerdings 1,80 Prozent pro Kauf.
Welche Bank was anbietet, steht im Vergleich der Krypto-Banken in der Schweiz; alle Details zum gelben Riesen bei PostFinance Krypto.
Bitcoin-Sparplan: regelmässig kleine Beträge
Wer den Einstiegszeitpunkt nicht erraten will, kauft in festen Abständen für denselben Betrag. Dieses Dollar-Cost-Averaging: regelmässig einen fixen Betrag investieren, unabhängig vom Kurs. Glättet den Einstiegspreis, garantiert aber keinen Gewinn.-Prinzip bieten mehrere Schweizer Anbieter als Sparplan an:
- Relai: monatlicher Sparplan, ein Kauf über CHF 100 pro Kalendermonat ohne Servicegebühr, Minimum CHF 50.
- Pocket: Dauerauftrag bei deiner Bank, jeder Eingang wird automatisch in Bitcoin getauscht und an deine Wallet gesendet.
- PostFinance: Sparplan ab USD 50, wöchentlich, monatlich, alle zwei Monate oder quartalsweise.
- Kraken: wiederkehrende Käufe in der App für 1 Prozent.
Der Rechner zeigt, was ein Sparplan in den letzten zwölf Monaten ergeben hätte. Vergangene Kurse sagen nichts über künftige aus.
Bar, am Automaten oder am SBB-Billettautomaten
Wer ohne Konto kaufen will, hat drei Wege. An allen SBB-Billettautomaten gibt es Bitcoin als Paper Wallet für CHF 20 bis 500, bezahlt mit PostFinance Card, Maestro oder bar; nötig ist eine Schweizer Handynummer. Betreiber ist die SweePay AG in Zug, die Gebühr veröffentlicht sie nicht (so funktioniert der SBB-Automat). Värdex betreibt nach eigenen Angaben über 80 Bitcoin-Automaten in der Schweiz, Käufe ab CHF 50, ohne Ausweis bis CHF 1’000 bar pro 30 Tage; die Gebühr steckt im Kurs (Bitcoin-Automaten in der Schweiz). Und am Postschalter bezahlst du eine QR-Rechnung von Mt Pelerin in bar.
TWINT akzeptiert keine der geprüften Börsen. Möglich ist nur der Kauf von Privatpersonen über den Peer-to-Peer-Marktplatz Peach Bitcoin aus Neuenburg, mit 2 Prozent Gebühr (Bitcoin mit TWINT).
Bitcoin ohne Wallet: ETPs an der SIX
Die SIX listete 2018 als weltweit erste Börse ein Krypto-Exchange Traded Product: börsengehandeltes Wertpapier, das den Bitcoin-Kurs abbildet und im normalen Wertschriftendepot liegt.. Heute sind Bitcoin-Produkte dort die meistgehandelten. Bekannte Produkte sind 21Shares ABTC (seit 2019, 1,49 Prozent Jahresgebühr, handelbar in CHF), 21Shares CBTC, WisdomTree BTCW und iShares IB1T mit Franken-Linie.
Auch in der Säule 3a ist Bitcoin angekommen: finpension bietet ein iShares-Bitcoin-ETP an, VIAC einen iShares Bitcoin Trust, beide mit maximal 5 Prozent Anteil. Vor- und Nachteile gegenüber dem Direktkauf erklärt der Ratgeber Krypto-ETPs in der Schweiz.
Bitcoin sicher aufbewahren
Bei PostFinance, der ZKB oder Swissquote verwahrt die Bank deine Bitcoin. Das ist bequem, aber nicht jede Bank lässt dich die Coins abziehen, und wenn, kostet es: Swissquote verlangt USD 10 pro Auszahlung, die LUKB CHF 80.
Wer selbst verwahrt, erhält eine 12 oder 24 Wörter, aus denen sich alle Schlüssel deiner Wallet wiederherstellen lassen. Wer sie kennt, besitzt deine Coins.. Für grössere Beträge lohnt sich eine Hardware-Wallet: die BitBox02 Nova der Shift Crypto AG aus Adliswil gibt es in einer Bitcoin-only-Edition, Trezor verkauft Safe 3, Safe 5 und Safe 7 für CHF 49, 119 und 229. Ledger-Geräte kaufst du nur direkt beim Hersteller oder bei autorisierten Händlern; 2026 wurden manipulierte Geräte eines malaysischen Wiederverkäufers bekannt. Mehr im Wallet-Vergleich.
Beachte die Schweizer Travel Rule: Bevor ein Schweizer Anbieter Bitcoin an eine externe Adresse sendet, musst du meist nachweisen, dass die Wallet dir gehört.
Lightning: Bitcoin im Alltag
Für kleine Zahlungen gibt es das Zweite Ebene auf Bitcoin für schnelle Zahlungen mit sehr tiefen Gebühren, etwa an der Ladenkasse.. In Lugano akzeptieren im Rahmen von Plan ₿ über 360 Geschäfte Bitcoin, auch per Lightning (Bitcoin in Lugano). Spar Zug nahm im April 2025 als erster Spar-Laden der Schweiz Lightning-Zahlungen an. Pocket und Mt Pelerin zahlen gekaufte Bitcoin auf Wunsch direkt per Lightning aus.
Was Bitcoin ausmacht und was das Halving bedeutet
Bitcoin startete am 3. Januar 2009. Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben, neue entstehen nur als Belohnung für die Miner. Diese Belohnung halbiert sich alle 210’000 Blöcke, rund alle vier Jahre. Beim Halving im April 2024 sank sie von 6,25 auf 3,125 BTC pro Block. Im Januar 2024 hatte die US-Börsenaufsicht zudem elf Spot-Bitcoin-ETFs zugelassen.
In der Schweiz ist Bitcoin längst im Alltag der Behörden angekommen: Die Stadt Zug nimmt seit 2016 Bitcoin für Gebühren, der Kanton Zug seit Februar 2021 für Steuern bis CHF 1,5 Millionen pro Rechnung (Steuern mit Bitcoin bezahlen).
Steuern auf Bitcoin
Für Privatpersonen gilt: Bitcoin unterliegen der Vermögenssteuer, bewertet zum Kurs per 31. Dezember gemäss Kursliste der ESTV. Kursgewinne sind steuerfrei, Verluste nicht abziehbar. Wer allerdings sehr häufig handelt, kurzfristig hält oder mit Fremdkapital kauft, riskiert die Einstufung als gewerbsmässiger Händler; dann sind Gewinne steuerbares Einkommen. Alles dazu im Ratgeber Krypto-Steuern in der Schweiz.