Was es heisst, in der Schweiz Krypto zu kaufen
Eine Kryptowährung zu kaufen dauert ein paar Minuten. Die Fragen, die über Kosten und Sicherheit entscheiden, stellen sich vorher: Wie kommen Ihre Franken zum Anbieter? Wer verwahrt die Coins danach? Und welche Regeln gelten für jemanden mit Wohnsitz in der Schweiz?
Der Franken ist der Dreh- und Angelpunkt. Wer Franken über Swiss Interbank Clearing: das Zahlungssystem, über das Schweizer Banken Überweisungen in Franken abwickeln – betrieben von SIX im Auftrag der Nationalbank. überweist, zahlt bei manchen Börsen keinen Rappen Einzahlungsgebühr. Wer in Euro einzahlt, trägt die Wechselkursmarge der eigenen Bank. Und wer per Karte kauft, zahlt bei den von uns geprüften Anbietern meist 2,5 bis 4,5 Prozent Zuschlag – bei CHF 1’000 also CHF 25 bis 45, nur für den Zahlungsweg.
Rechtlich ist die Lage klar: Kryptowährungen zu kaufen, zu halten und zu verkaufen ist legal, gesetzliches Zahlungsmittel bleibt der Franken. Schweizer Anbieter brauchen eine Bewilligung der FINMA oder den Anschluss an eine Selbstregulierungsorganisation, und ab CHF 1’000 innerhalb von 30 Tagen müssen sie Ihre Identität prüfen – das sogenannte Know Your Customer: Identitätsprüfung mit Ausweis und oft einem Selfie, gesetzlich vorgeschrieben zur Bekämpfung der Geldwäscherei.. Viele internationale Börsen bedienen Schweizer Kundschaft dagegen über Gesellschaften in Irland, Malta, Frankreich oder Übersee. Das ist üblich, bedeutet aber: Im Streitfall gilt die Aufsicht des Sitzlandes, nicht die der FINMA. Wer ausschliesslich Bitcoin sucht, findet Anbieter und Sparpläne im Ratgeber Bitcoin kaufen in der Schweiz.
Börsen im Vergleich: wer Franken nimmt und wer nicht
Die beste Kryptobörse der Schweiz gibt es nicht – nur die passende für Ihren Zweck. Die Tabelle zeigt acht Börsen und Apps, die Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz in der Schweiz annehmen. Sie ist eine redaktionelle Auswahl ohne Punktzahl. Entscheidend sind drei Spalten: wer den Anbieter beaufsichtigt, wie Franken aufs Konto kommen und welche Gebühren veröffentlicht sind. Wie wir auswählen und prüfen, steht in unserer Methodik.
| # | Anbieter | Regulierung | CHF/EUR & Einzahlung | Gebühren (publiziert) | Passt zu |
|---|---|---|---|---|---|
| 01 | CEX.IO cex.io ↗ Testbericht → | Seit 2013; Gruppe bei FinCEN (USA) und FCA (UK) registriert | EUR/USD; Karte, Apple/Google Pay, SEPA | Spot 0,15 % / 0,25 % | Schneller Kartenkauf, grosse Coin-Auswahl |
| 02 | Kraken kraken.com ↗ Testbericht → | MiCA (Irland), FCA (UK) | CHF via SIC gratis, ab CHF 1 | Pro 0,40 % / 0,80 % | Aktive Trader, CHF-Paare, PI/EUR |
| 03 | Swissquote swissquote.com ↗ Testbericht → | FINMA-Bank (Gland) | CHF-Konto, Schweizer IBAN | 1,00 % → 0,08 % | Krypto neben Aktien bei einer Schweizer Bank |
| 04 | SwissBorg swissborg.com ↗ Testbericht → | MiCA via BlockNodes SAS (AMF) | CHF per SWIFT; Karte 4,5 % | 0,99 % | Rund 400 Coins in einer App |
| 05 | Bitpanda bitpanda.com ↗ Testbericht → | MiCA (FMA Österreich), BaFin | CHF ab CHF 10, PostFinance Pay | 0–2,49 % (BTC 0,99 %) | Kleine Beträge ab CHF 1.50 |
| 06 | Relai relai.app ↗ Testbericht → | Relai AG (Zürich), VQF | CHF-Überweisung; nur Bitcoin | 1,0 %, Minimum CHF 50 | Bitcoin-Sparplan in die eigene Wallet |
| 07 | Coinbase coinbase.com ↗ Testbericht → | MiCA via Coinbase Luxembourg | EUR; CHF nicht bestätigt | Spread + bis 1,875 % | Bekannte App, viele Coins |
| 08 | Crypto.com crypto.com ↗ Testbericht → | MiCA via Foris DAX MT (Malta) | Nur EUR-Konto; Karte, Apple/Google Pay | Je nach Produkt | Prepaid-Visa mit Versand in die Schweiz |
CEX.IO ist seit 2013 am Markt. Gruppengesellschaften sind in den USA bei FinCEN und in Grossbritannien bei der FCA registriert; diese Registrierungen gelten für Kundschaft dort. Wer in der Schweiz wohnt, schliesst den Vertrag mit der CEX OVRS LLC auf Nevis, die keine Aufsichtsbehörde nennt – eine FINMA-Bewilligung, eine SRO-Mitgliedschaft oder ein Franken-Konto gibt es nicht. Gekauft wird per Karte, Apple Pay, Google Pay oder SEPA, abgerechnet in Euro oder Dollar, aus 200 bis 300 Coins und Token; Spot-Trades kosten ab 0,15 Prozent als Maker stellen ein Angebot ins Orderbuch, das auf eine Gegenpartei wartet. Taker nehmen ein bestehendes Angebot sofort an und zahlen meist mehr. und 0,25 Prozent als Taker. Neue Konten sind drei Monate lang auf USD 1’000 pro Tag begrenzt. Mehr im Testbericht zu CEX.IO.
Kraken (seit 2011) bietet unter den internationalen Börsen den direktesten Franken-Weg: Einzahlungen per SIC über die Bank Frick sind ab CHF 1 kostenlos. In Kraken Pro kosten Trades im Einstiegstarif 0,40 Prozent als Maker und 0,80 Prozent als Taker. Vertragspartner für die Schweiz ist laut den globalen AGB die Payward Trading Ltd auf den Britischen Jungferninseln. Kraken im Test.
Swissquote in Gland ist eine Bank mit FINMA-Bewilligung: Krypto liegt im selben Konto mit Schweizer IBAN wie Aktien und ETF, zur Wahl stehen 55 Kryptowährungen. Die Handelsgebühr beginnt bei 1,00 Prozent und sinkt mit dem Volumen bis 0,08 Prozent; dazu kommen CHF 20 bis 50 Depotgebühr pro Quartal. Swissquote-Testbericht.
SwissBorg wurde in Lausanne gegründet, Schweizer Kundschaft kontrahiert aber mit der französischen BlockNodes SAS, die eine MiCA-Bewilligung der AMF hat. Rund 400 Coins, pauschal 0,99 Prozent Börsengebühr. Franken kommen nur per SWIFT aufs Konto, und Karteneinzahlungen kosten für Wohnsitz Schweiz 4,5 Prozent. SwissBorg im Detail.
Bitpanda aus Wien ist von der österreichischen FMA nach MiCA zugelassen und nimmt Franken ab CHF 10 an, laut dem Zahlungsdienstleister wallee auch per PostFinance Pay. Käufe sind ab CHF 1.50 möglich, bei Bitcoin beträgt der Aufpreis 0,99 Prozent. Bitpanda-Test.
Relai aus Zürich verkauft ausschliesslich Bitcoin und schickt ihn in eine Wallet, deren Schlüssel nur Sie kennen. Die Gebühr beträgt 1,0 Prozent bei mindestens CHF 50 pro Kauf; Relai ist der Selbstregulierungsorganisation VQF angeschlossen und auf Sparpläne per Dauerauftrag ausgelegt. Relai im Test.
Coinbase steht Kundschaft in der Schweiz offen und ist über Coinbase Luxembourg nach MiCA zugelassen. Eine Einzahlung in Franken konnten wir nicht bestätigen, rechnen Sie mit Euro. Einfache Käufe enthalten einen Spread, je nach Zahlungsart kommen bis 1,875 Prozent dazu. Coinbase im Test.
Crypto.com führt für Schweizer Kundschaft nur ein Euro-Konto, und Crypto Earn ist für Wohnsitz Schweiz ausgeschlossen. Dafür wird die Prepaid-Visa in die Schweiz verschickt, und seit Juni 2026 lassen sich Käufe auch per Karte, Apple Pay oder Google Pay bezahlen. Crypto.com-Testbericht.
Binance fehlt bewusst: Wir fanden weder eine FINMA-Bewilligung noch eine Schweizer SRO noch Franken-Überweisungen für Privatkunden.
Wie Ihre Franken zur Börse kommen
In der Schweiz entscheidet der Zahlungsweg oft mehr über die Kosten als die Wahl der Börse. Der Rechner zeigt, welche Spanne bei einem Kauf über CHF 1’000 je nach Weg realistisch ist; die Werte stammen aus den veröffentlichten Preislisten der Anbieter.
Banküberweisung per SIC oder SEPA. Der günstigste Weg zu einer Börse. Kraken nimmt Franken per SIC kostenlos an, auch Relai, Pocket und Mt Pelerin akzeptieren Überweisungen in Franken. Euro per SEPA funktionieren bei fast allen internationalen Plattformen, nur wechselt dann Ihre Bank die Franken. Vorsicht bei SWIFT: SwissBorg nimmt Franken nur so an, und Ihre Bank kann dafür Gebühren verlangen. Alles dazu: Krypto per Banküberweisung kaufen.
PostFinance. Seit Februar 2024 kaufen PostFinance-Kundinnen und -Kunden Krypto direkt in E-Finance und App: 22 Coins, 0,95 Prozent Handelsgebühr, 0,15 Prozent Depotgebühr pro Jahr, ab USD 50 pro Auftrag. Senden auf eine eigene Wallet ist nicht möglich. Mehr: Krypto bei PostFinance.
Kredit- und Debitkarte. Am schnellsten, aber am teuersten. Mt Pelerin verlangt 2,5 bis 3,8 Prozent, Relai 3 Prozent Zuschlag, SwissBorg für Wohnsitz Schweiz 4,5 Prozent; Kraken nimmt Karten nur für Euro-Einzahlungen an. Für regelmässige Käufe rechnet sich das kaum. Details: Krypto per Kreditkarte kaufen.
TWINT. Hier lohnt sich Ehrlichkeit: Keine der von uns geprüften Börsen, Banken oder Krypto-Apps nimmt TWINT für Krypto an. TWINT funktioniert nur auf dem Peer-to-Peer-Marktplatz Peach Bitcoin aus Neuenburg, wo Sie eine Privatperson direkt bezahlen und Peach deren Bitcoin treuhänderisch zurückhält (2 Prozent Gebühr), sowie beim Kauf von Bitcoin-Gutscheinen bei einzelnen Online-Händlern. Was geht und was nicht: Krypto mit TWINT kaufen.
Bargeld am Postschalter oder im Laden. Mit der Bridge Wallet von Mt Pelerin erstellen Sie eine QR-Rechnung und bezahlen sie bar am Postschalter; ohne Verifizierung sind bis CHF 999 pro 30 Tage möglich. Daneben gibt es Bitcoin-Gutscheine von Cryptonow im Detailhandel, für die ein Test von finanzdepot.ch 6,9 Prozent Kommission plus CHF 1 Aktivierung ermittelte. Mehr: Bitcoin mit Bargeld kaufen.
Bitcoin-Automaten. Laut einer von PostFinance zitierten Zählung von Coin ATM Radar stehen in der Schweiz rund 130 Geräte. Das grösste Netz betreibt Värdex aus Zug mit über 80 Automaten für Bitcoin und Ether ab CHF 50; Bargeldkäufe unter CHF 1’000 pro 30 Tage gehen ohne Ausweis. Die Gebühr steckt im Kurs und wird nicht veröffentlicht. Standorte und Tipps: Bitcoin-Automaten in der Schweiz.
SBB-Billettautomat. Seit 2016 gibt es an den SBB-Automaten Bitcoin und Ether als Paper Wallet, für CHF 20 bis 500 pro Kauf, bezahlt bar, mit PostFinance Card oder Maestro und bestätigt per Schweizer Handynummer. Anbieter ist die SweePay AG aus Zug (SRO PolyReg), ihre Wechselgebühr veröffentlicht sie nicht. Anleitung: Bitcoin am SBB-Automaten.
Wer es eilig hat, findet unter Krypto sofort kaufen die Wege, bei denen die Coins innert Minuten ankommen – und was diese Geschwindigkeit kostet.
Der erste Kauf in Franken, Schritt für Schritt
Wie Krypto kaufen in der Schweiz konkret abläuft, zeigt das Beispiel einer Börse mit Banküberweisung; bei Bank oder App sind die Schritte ähnlich, nur kürzer. Behalten Sie dabei die Gesamtkosten im Blick: Neben der ausgewiesenen Gebühr steckt im Kurs oft ein Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Sie ist ein Teil der Kosten, der in keiner Gebührenliste auftaucht..
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Anbieter auswählen
Prüfen Sie drei Dinge: Wer beaufsichtigt den Anbieter – FINMA, eine SRO oder eine ausländische Behörde? Wie kommen Franken aufs Konto? Und was kostet ein Kauf inklusive Spread?
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Konto eröffnen und verifizieren
Registrieren Sie sich mit E-Mail und starkem Passwort und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Für die Verifizierung brauchen Sie Pass, Identitätskarte oder Ausländerausweis, oft zusätzlich ein Selfie.
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Geld einzahlen
Überweisen Sie von einem Konto, das auf Ihren Namen lautet. Beginnen Sie mit einem kleinen Betrag wie CHF 100 und prüfen Sie, wann und in welcher Währung er gutgeschrieben wird.
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Coin kaufen
Beim Sofortkauf zahlen Sie den angezeigten Kurs, der den Spread enthält. Mit einer Limit-Order legen Sie den Höchstpreis selbst fest. Vergleichen Sie vor dem Bestätigen, wie viel Sie für Ihre Franken tatsächlich erhalten.
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Sichern und belegen
Entscheiden Sie, ob die Coins beim Anbieter bleiben oder in eine eigene Wallet wandern. Speichern Sie Kaufbelege und den Kontoauszug per 31. Dezember – beides brauchen Sie für die Steuererklärung.
Bereit für den ersten Kauf? Konto eröffnen, Identität bestätigen und mit einem kleinen Betrag beginnen.
Seit 2013 am MarktGruppe registriert bei FinCEN (USA) und FCA (UK)
Lieber bei der Bank? Banken, Apps und die eigene Wallet
Wer kein zusätzliches Konto will, kauft Krypto bei der Hausbank. PostFinance arbeitet dafür mit der Sygnum Bank zusammen, die Zürcher Kantonalbank bietet Krypto seit September 2024 im E-Banking an, die Zuger Kantonalbank war im Oktober 2023 die erste Kantonalbank mit Krypto-Handel. Die Luzerner Kantonalbank verwahrt ihre neun Coins selbst und verlangt 1,80 Prozent für Aufträge bis CHF 10’000; im Tessin verkauft BancaStato seit Juli 2026 Bitcoin, Ether, Litecoin und Solana. Der Komfort hat seinen Preis: Abgerechnet wird meist in US-Dollar, die Auswahl ist schmal, und bei PostFinance, ZKB und Zuger KB lassen sich Coins nicht auf eine eigene Wallet senden. Gebühren und Bedingungen: Krypto-Banken in der Schweiz.
Neobanken und Krypto-Apps liegen dazwischen. Yuh, heute ganz im Besitz von Swissquote, bietet 50 Token ab CHF 10 zu 1 Prozent pro Trade ohne Depotgebühr. Pocket aus Lupfig und Relai aus Zürich verkaufen nur Bitcoin und schicken ihn direkt in Ihre eigene Wallet, Pocket für 1,5 Prozent ohne Mindestbetrag. Revolut wickelt Krypto über eine Gesellschaft in Zypern ab, verlangt im Standard-Abo 1,49 Prozent und hat USDT im August 2026 für Schweizer Kundschaft gestrichen. Der Vergleich: Krypto-Apps für die Schweiz.
Warum die Wallet-Frage zählt: Bei Börse und Bank hält der Anbieter die Schlüssel. Die Einlagensicherung bis CHF 100’000 gilt nur für Kontoguthaben, nicht für Krypto; immerhin sind verwahrte Coins seit August 2021 im Konkurs aussonderbar, wenn sie Ihnen jederzeit einzeln zugeordnet sind. In einer eigenen Wallet sichert eine Liste aus 12 oder 24 Wörtern, mit der sich eine Wallet vollständig wiederherstellen lässt. Wer sie kennt, kontrolliert die Coins. den Zugang: Niemand kann Ihre Coins sperren, aber auch niemand kann sie zurückholen, wenn die Wörter verloren gehen. Hardware-Wallets gibt es auch aus der Schweiz, etwa die BitBox aus Adliswil. Mehr: Krypto-Wallets für die Schweiz.
Für grosse Beträge gibt es den Handel über den Tresen: Relai Private beginnt bei CHF 100’000 mit Gebühren von 1,00 bis 0,20 Prozent, Kraken OTC bei Aufträgen über USD 50’000, und die Krypto-Bank AMINA nimmt Privatpersonen ab CHF 500’000 Vermögen mit Fachkenntnissen oder ab CHF 2 Millionen auf. Wie das abläuft: OTC-Handel in der Schweiz.
Was die Schweiz besonders macht
Die FINMA hat die Branche früh in die Pflicht genommen. Seit 2019 gilt die Travel Rule ohne Ausnahme für private Wallets: Ein beaufsichtigter Anbieter darf Coins nur an externe Wallets seiner eigenen, verifizierten Kunden senden, ausser die Angaben zu Absender und Empfänger lassen sich zuverlässig übermitteln. Bei der ersten Auszahlung müssen Sie deshalb oft belegen, dass die Wallet Ihnen gehört. Viele Krypto-Firmen haben keine eigene FINMA-Bewilligung, sondern sind einer Selbstregulierungsorganisation: von der FINMA anerkannter Verband, der bei seinen Mitgliedern die Geldwäschereiregeln überwacht – nicht aber Kapital oder Solvenz. wie VQF, PolyReg, SO-FIT oder ARIF angeschlossen. Was welche Bewilligung bedeutet: FINMA und Krypto-Regulierung.
Steuerlich ist die Schweiz für Privatanleger freundlich, aber nicht steuerfrei. Kursgewinne aus dem Privatvermögen bleiben unbesteuert, Verluste lassen sich nicht abziehen. Jedes Jahr fällt jedoch Kantonale Steuer auf das Nettovermögen per 31. Dezember. Krypto zählt mit dem Jahresendkurs dazu, den die ESTV in ihrer Kursliste veröffentlicht. auf den Wert Ihrer Coins an, und Staking-Erträge, Airdrops oder Mining gelten als Einkommen. Wer sehr häufig, kurzfristig oder auf Kredit handelt, riskiert die Einstufung als gewerbsmässiger Händler. Die Kriterien erklärt der Ratgeber Krypto-Steuern in der Schweiz.
Im Kanton Zug, dem Crypto Valley, sitzen laut der IFZ-Studie der Hochschule Luzern 32 Prozent der 399 Krypto-Firmen in der Schweiz und in Liechtenstein. Der Kanton nimmt seit Februar 2021 Steuern in Bitcoin und Ether an. In Lugano zählt der Plan ₿ über 360 Händler, die Bitcoin oder USDT annehmen, und die Stadt lässt alle ihre Rechnungen in Krypto begleichen. Mehr dazu: Crypto Valley Zug, Bitcoin in Lugano und Steuern mit Bitcoin bezahlen.
Und wer keine Coins halten will: An der SIX Swiss Exchange startete 2018 das weltweit erste Krypto-ETP. Heute sind dort Hunderte Krypto-Produkte zahlreicher Emittenten kotiert, darunter über 200 ETPs – handelbar im gewöhnlichen Wertschriftendepot. Vor- und Nachteile gegenüber dem Direktkauf: Krypto-ETPs an der SIX.
Krypto in Ihrer Region
Wo Bitcoin im Alltag ankommt, ist sehr ungleich verteilt. Die Community-Karte BTC Map verzeichnet in der Schweiz 755 Orte, die Bitcoin annehmen – allein 255 davon im Umkreis von sechs Kilometern um das Zentrum von Lugano, in Zürich 48 im Fünf-Kilometer-Radius. Klicken Sie auf einen Kanton: Die Regionalseiten zeigen Automaten, Banken mit Kryptoangebot, Meetups und die Praxis der Steuerverwaltung, etwa für Zürich oder Genf. Alle Orte finden Sie in der Übersicht der Regionen.
Welche Coins in der Schweiz gefragt sind
Offizielle Zahlen zu privaten Krypto-Käufen gibt es nicht. Der beste Anhaltspunkt ist der Umsatz mit Krypto-Produkten an der SIX: Den grössten Anteil hat Bitcoin, mit Abstand folgen Ether, Solana und XRP. Bitcoin bekommen Sie bei jedem Anbieter, Ether überall ausser in reinen Bitcoin-Apps. Bei Tether (USDT) wird es enger: PostFinance führt ihn nicht, Revolut hat ihn gestrichen, Swissquote, SwissBorg, die LUKB und Mt Pelerin bieten ihn an. Pi führt kein Schweizer Anbieter; der klarste Weg ist Kraken mit dem Paar PI/EUR. Die Übersicht nach Anbietern: Top-Kryptowährungen in der Schweiz.
Bitcoin kaufen
Wo Bitcoin kaufen in der Schweiz? Relai, Pocket, PostFinance, Swissquote, Kraken und Co. mit echten CHF-Gebühren, Sparplänen, SBB-Automat und Steuer-Tipps.
Ethereum kaufen
Ethereum kaufen in der Schweiz: wer ETH gegen Franken verkauft, was es kostet, Staking bei PostFinance und Swissquote, Gasgebühren, ETPs an der SIX und Steuern.
USDT kaufen
Tether (USDT) mit Franken kaufen: welche Schweizer Anbieter USDT noch führen, warum Revolut ausgestiegen ist, Tron vs. Ethereum und was die Steuer sagt.
Solana kaufen
SOL in Franken kaufen: welche Schweizer Banken und Börsen Solana führen, was Staking bei Swissquote kostet, der ASOL-ETP an der SIX und die echten Risiken.
XRP kaufen
XRP in Franken kaufen: welche Schweizer Banken und Börsen XRP führen, der AXRP-ETP an der SIX, das Ende des SEC-Verfahrens und warum der Destination Tag zählt.
Pi Coin
Pi Network ehrlich erklärt: was dein Pi in Franken wert ist, warum KYC und Migration hängen, wo Schweizer PI verkaufen können und wie Betrüger vorgehen.
Fünf Regeln, die Ihr Geld schützen
Beim Bundesamt für Cybersicherheit ist Betrug die häufigste Meldekategorie. Typische Krypto-Maschen sind gefälschte Handelsplattformen, angebliche Anlageberater in Chats und Anrufe falscher Behörden. Fünf Regeln helfen dagegen:
- Prüfen Sie jeden Anbieter, bevor Sie Geld senden: Bewilligungsliste und Warnliste der FINMA, Mitgliederverzeichnis der SRO.
- Ihre Seed-Phrase gehört nur Ihnen. Keine Börse, keine Bank, kein Support und keine Polizei fragt je danach.
- Installieren Sie nie eine Fernwartungs-App wie AnyDesk oder TeamViewer auf Anweisung von Fremden.
- Garantierte Renditen, Zeitdruck und Angebote über WhatsApp oder Telegram sind Warnsignale, keine Chancen.
- Kaufen Sie Hardware-Wallets nur beim Hersteller oder bei autorisierten Händlern. 2026 wurden etwa manipulierte Ledger-Geräte eines Wiederverkäufers in Malaysia bekannt.
Wie die gängigen Maschen funktionieren und wo Sie Betrug melden: Krypto-Betrug in der Schweiz.
Womit Sie am besten anfangen
Für einen Versuch mit CHF 100 reicht oft die eigene Bank oder eine App wie Yuh. Wer regelmässig Bitcoin ansparen will, ist mit Relai oder Pocket und einem Dauerauftrag gut bedient. Wer viele Coins handeln und Franken gratis per SIC einzahlen will, landet bei Kraken; wer per Karte kaufen und aus Hunderten Coins wählen will, bei internationalen Plattformen wie CEX.IO oder SwissBorg – mit den oben beschriebenen Einschränkungen.
Kaufen Sie nur, was Sie verlieren können: Pi etwa stürzte nach seinem Rekordhoch vom Februar 2025 innert Monaten um über 90 Prozent ab. Denken Sie zudem schon beim Kauf an den Verkauf – wie Sie Coins wieder in Franken tauschen, erklärt Krypto auszahlen in der Schweiz. Diese Seite ist keine Anlageberatung.
Sie wissen, welcher Weg zu Ihnen passt? Konto anlegen und den ersten Kauf in Ruhe erledigen.
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