«Sofort» bedeutet beim Krypto-Kauf dreierlei: Das Geld ist sofort beim Anbieter, der Kauf wird sofort ausgeführt, und die Coins liegen sofort dort, wo Sie sie haben wollen. Die gute Nachricht: Der Kauf selbst dauert überall nur Sekunden. Die schlechte: Davor stehen meistens eine Identitätsprüfung, die Öffnungszeiten des Zahlungsverkehrs und, am Freitagabend, das Wochenende.
Diese Seite vergleicht alle Wege, die wir für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz prüfen konnten, nach Zeit und Kosten. Und sie zeigt, wie Sie die Wartezeit dorthin verlegen, wo sie nicht stört – vor den Moment, in dem Sie kaufen wollen.
Alle Wege im Zeit- und Kostenvergleich
| Weg | Bis Bitcoin im Konto | Kosten auf CHF 200 | Haken |
|---|---|---|---|
| E-Banking (PostFinance, ZKB, Yuh) | Sekunden, falls schon Kunde | CHF 1.90–2; ZKB mind. CHF 10 | Coins bleiben bei der Bank |
| Karte, Apple Pay, Google Pay | Minuten nach der Verifizierung | CHF 5–9 | Kartengebühren, Limiten |
| Instant-Zahlung | Sekunden, wenn beide Seiten mitmachen | wie Überweisung | nur wenige Anbieter bestätigt |
| SIC-Überweisung | gleicher Bankwerktag | Kraken CHF 0.80–1.60; Relai CHF 2 | nicht am Wochenende |
| Krypto- oder SBB-Automat | sofort, als Paper Wallet | Värdex rund CHF 26 | bar max. CHF 1’000 pro 30 Tage |
Die Zeiten gelten für ein bereits verifiziertes Konto, die Kosten ohne Unterschied zwischen dem Kurs, zu dem Sie kaufen, und dem Marktkurs. Er ist eine Gebühr, auch wenn er nicht so heisst.. Bei Kraken haben wir mit den Pro-Gebühren von 0,40 bis 0,80 Prozent gerechnet, bei der Karte mit 2,5 Prozent (Mt Pelerin) bis 4,5 Prozent (SwissBorg-Aufladung). Die ZKB verlangt mindestens CHF 10 pro Auftrag – bei CHF 200 sind das 5 Prozent. Den Rechner oben auf der Seite können Sie mit Ihrem eigenen Betrag füttern.
Der eigentliche Engpass: die Verifizierung
Wer zum ersten Mal kauft, wartet fast nie auf das Geld, sondern auf die Prüfung seiner Identität. Schweizer Finanzintermediäre müssen Sie nach der Geldwäschereiverordnung der FINMA identifizieren, sobald Krypto-Wechselgeschäfte CHF 1000 erreichen; zusammenhängende Käufe werden über 30 Tage addiert. Die meisten Apps verlangen das Know Your Customer: Der Anbieter prüft Ihre Identität, meist mit Ausweis und Selfie, bevor Sie handeln dürfen. ohnehin von Anfang an: Relai seit Oktober 2024 für alle Nutzer, Mt Pelerin bei jeder Kartenzahlung, DFX ab CHF 1000, Pocket für regelmässige grössere Einzahlungen per Videoanruf.
Wie lange die Prüfung dauert, sagen die Anbieter selten verbindlich. Automatisierte Verfahren mit Ausweisfoto und Selfie sind oft nach kurzer Zeit durch. Hängen bleibt, wer ein spiegelndes Foto hochlädt, einen abgelaufenen Ausweis verwendet oder bei der Frage nach der Herkunft des Geldes nichts Brauchbares angibt. Dann folgt eine manuelle Prüfung – und die kann Tage dauern.
- Gültigen Pass oder Ausweis bereitlegen; ausländische Staatsangehörige zusätzlich die Aufenthaltsbewilligung (PostFinance verlangt einen Schweizer Ausweis oder eine Bewilligung B, C oder C1).
- Aktuellen Adressnachweis als PDF bereithalten, etwa eine Rechnung oder einen Kontoauszug der letzten Monate.
- Smartphone mit funktionierender Kamera und einer Schweizer Handynummer für SMS-Codes.
- Bankkonto auf denselben Namen wie das Krypto-Konto – Kraken etwa akzeptiert nur Überweisungen von Konten auf Ihren Namen.
- Antwort auf die Frage nach der Herkunft des Geldes vorbereiten: Lohn, Ersparnisse, Erbschaft, Verkauf von Wertschriften.
Der wichtigste Tipp dieser Seite: Erledigen Sie die Verifizierung an einem ruhigen Abend, bevor Sie kaufen wollen. Wenn der Moment dann kommt, dauert der Kauf Minuten.
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Seit 2013 am MarktGruppe registriert bei FinCEN (USA) und FCA (UK)
Schon Bankkunde? Dann geht es in Sekunden
Am schnellsten ist der Kauf dort, wo Ihr Geld bereits liegt. PostFinance verkauft 22 Kryptowährungen rund um die Uhr in E-Finance und App, für 0,95 Prozent ab USD 50 pro Auftrag. Die ZKB handelt ebenfalls rund um die Uhr Bitcoin, Ether, Solana und Chainlink, für 1 Prozent, mindestens CHF 10, abgerechnet in Dollar. Yuh, die App von Swissquote, bietet 50 Token ab CHF 10 für 1 Prozent. Kein Geld muss irgendwohin überwiesen werden; nach dem Klick steht der Bitcoin im Depot.
Der Haken: Bei PostFinance und der ZKB bleiben die Coins bei der Bank. Ein Transfer auf eine eigene Wallet ist dort nicht vorgesehen, und PostFinance verrechnet zusätzlich 0,15 Prozent Depotgebühr pro Jahr. Wer das akzeptiert, hat mit der Hausbank den schnellsten Weg überhaupt. Welche Bank was anbietet, vergleicht der Ratgeber Krypto-Banken in der Schweiz, die Details zum grössten Anbieter stehen unter PostFinance Krypto.
Karte und Apple Pay: Minuten, aber mit Aufpreis
Ohne passende Bank ist die Karte der kürzeste Weg. Nach der Verifizierung hinterlegen Sie Kreditkarte, Debitkarte, Apple Pay oder Google Pay, bestätigen die Zahlung in der App Ihrer Bank, und die Coins sind meist innert Minuten da. Kraken beschreibt Karteneinzahlungen als «nahezu sofort», bietet sie aber nur für Euro-Konten im EWR an.
Das Tempo hat seinen Preis: Mt Pelerin verlangt 2,5 bis 3,8 Prozent, Relai 3 Prozent zusätzlich zur Servicegebühr von 1 Prozent, SwissBorg 4,5 Prozent auf die Aufladung. Dazu kommen je nach Karte Fremdwährungsgebühren und das Risiko, dass Ihr Kartenherausgeber den Kauf als Bargeldbezug verbucht. Alle Sätze, Limiten und Fallstricke erklärt der Ratgeber Krypto mit Kreditkarte kaufen.
Überweisung: SIC, Instant-Zahlungen und das Wochenende
Die Überweisung in Franken ist der günstigste Weg, aber an den Takt des Zahlungsverkehrs gebunden. Eine normale Zahlung über Swiss Interbank Clearing: das Zahlungssystem der Schweizer Banken für Franken-Überweisungen, betrieben von SIX im Auftrag der Nationalbank. wird nur an Bankwerktagen abgewickelt. Kraken verarbeitet SIC-Gutschriften über die Bank Frick in Echtzeit, allerdings nur zwischen 07 und 15 Uhr UTC – in der Schweiz also 08 bis 16 Uhr im Winter und 09 bis 17 Uhr im Sommer. Die Einzahlung ist ab CHF 1 gratis. Wer morgens überweist, kauft oft noch am selben Tag. Wer nach dem Annahmeschluss seiner Bank oder am Freitagabend überweist, wartet bis zum nächsten Bankwerktag. Feiertage verschieben das zusätzlich.
Instant-Zahlungen sollen das ändern. Seit August 2024 müssen die grössten Schweizer Banken Zahlungen im neuen Verfahren empfangen können, die übrigen ziehen schrittweise nach. Eine solche Zahlung ist laut SIX in höchstens zehn Sekunden ausgeführt, rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres. Für den Krypto-Kauf zählt aber nicht nur Ihre Bank, sondern auch die des Anbieters – und ob dieser eingehende Zahlungen sofort gutschreibt. Ausdrücklich bestätigt haben wir das nur in Ausnahmen: DFX nennt SEPA Instant als Einzahlungsweg, Pocket nimmt Instant-Zahlungen nach eigenen Angaben nur über seine britische Bankverbindung an, nicht über die Schweizer Bank. Fragen Sie im Zweifel beim Anbieter nach, bevor Sie auf Sekunden zählen.
SWIFT ist der langsamste Weg. SwissBorg nimmt Franken nur per SWIFT an eine französische Gesellschaft entgegen; Kraken nennt für SWIFT-Einzahlungen 1 bis 5 Geschäftstage. Für eilige Käufe taugt das nicht.
Wie die Überweisung Schritt für Schritt funktioniert und welche Anbieter Franken per SIC annehmen, steht im Ratgeber Krypto per Banküberweisung kaufen. TWINT taugt übrigens nicht als Abkürzung: Keine der geprüften Börsen oder Apps nimmt es an (Krypto kaufen mit TWINT).
Bargeld am Automaten: sofort, aber teuer und begrenzt
Am Krypto-Automaten haben Sie den Bitcoin tatsächlich sofort in der Hand – als ausgedruckte Ein Blatt Papier mit Empfangsadresse und privatem Schlüssel. Wer das Papier besitzt, besitzt die Coins.. Värdex, mit über 80 Geräten der grösste Betreiber, verkauft Bitcoin und Ether ab CHF 50. Laut Hilfecenter kostet das eine fixe Gebühr von CHF 4 plus eine Kommission von 11 Prozent, bei CHF 200 also rund CHF 26. An jedem SBB-Billettautomaten gibt es Bitcoin und Ether für CHF 20 bis 500, bezahlt bar, mit PostFinance Card oder Maestro; die Gebühr publiziert die Betreiberin SweePay nicht.
Beide Wege haben dieselbe Grenze: Ohne Ausweis sind bar höchstens CHF 1’000 pro 30 Tage möglich. Für einen Versuch reicht das, für mehr nicht. Standorte und Ablauf erklären die Ratgeber Bitcoin-Automaten in der Schweiz und Bitcoin am SBB-Automaten. Nicht sofort ist übrigens die QR-Rechnung von Mt Pelerin am Postschalter: Dort kommen die Coins innert 24 Geschäftsstunden. Alle Bargeld-Wege vergleicht Bitcoin mit Bargeld kaufen.
Sofort gekauft heisst nicht sofort auf der eigenen Wallet
Wer Bitcoin bei einer Börse kauft und dann auf eine eigene Wallet senden will, braucht etwas Geduld. Im Bitcoin-Netz kommt im Schnitt alle zehn Minuten ein neuer Block dazu, und viele Empfänger warten mehrere Bestätigungen ab. Schneller geht es über Zusatznetz für Bitcoin, über das Zahlungen in Sekunden und für Bruchteile eines Rappens fliessen, ohne jede einzelne in der Blockchain zu speichern., das etwa Pocket für Auszahlungen unterstützt.
Einige Apps sparen sich diesen Schritt: Relai, Pocket und Mt Pelerin schicken den Bitcoin direkt in eine Wallet, deren Schlüssel nur Sie kennen. Bei Pocket ist das ein Dauerauftrag in Franken, der automatisch umgetauscht wird, ohne Mindestbetrag, für 1,5 Prozent (Pocket im Test). Relai verlangt 1 Prozent und mindestens CHF 50 (Relai im Test). Wie Sie Coins langfristig sicher aufbewahren, erklärt Krypto-Wallets in der Schweiz.
Wenn jemand drängt: Eile als Warnsignal
Ein letzter Punkt, der mit Tempo zu tun hat. Viele Betrugsmaschen in der Schweiz leben von Zeitdruck: ein Anruf der angeblichen Bank, ein «Polizist», der Ihr Erspartes retten will, ein Online-Berater, der eine einmalige Gelegenheit verspricht. Sie alle verlangen, dass Sie sofort Bitcoin kaufen und an eine Adresse senden, die sie Ihnen geben. Legitime Anbieter tun das nie. Wer Sie drängt, will Ihr Geld. Die gängigen Maschen und was Sie dagegen tun können, beschreibt der Ratgeber Krypto-Betrug in der Schweiz.
Für alle anderen gilt: Schnell kaufen ist in der Schweiz kein Problem mehr. Wer sich einmal verifiziert hat und weiss, welche Zahlungsart zu welcher Uhrzeit funktioniert, hat seinen Bitcoin in Minuten – und zahlt dafür nur dann mehr, wenn es wirklich pressiert. Ein Konto mit SIC-Einzahlung und Franken-Guthaben, etwa bei Kraken, ist dafür eine solide Grundlage.