Solana gehört zu den Kryptowährungen, die Schweizer Banken in den letzten Jahren am häufigsten neu ins Sortiment genommen haben. Wer SOL kaufen will, muss nicht mehr zwingend zu einer ausländischen Börse: PostFinance, Swissquote, die Luzerner Kantonalbank und seit Juli 2026 auch die Tessiner BancaStato führen den Token direkt im E-Banking. An der SIX gehört ausgerechnet ein Solana-Produkt zu den meistgehandelten Krypto-ETPs.
Diese Seite zeigt, wo du SOL in Franken kaufen kannst, was das kostet, wie Staking in der Schweiz funktioniert und welche Alternativen es über die Börse gibt. Sie verschweigt auch nicht, warum Solana den Ruf eines Netzwerks hat, das gelegentlich stehen bleibt.
Was Solana ist – und was SOL damit zu tun hat
Solana ist eine Blockchain für Zahlungen und Anwendungen, vergleichbar mit Ethereum, aber konsequent auf Durchsatz ausgelegt. Gegründet wurde das Projekt 2018 von Anatoly Yakovenko und Raj Gokal über die Firma Solana Labs. Das Mainnet startete im März 2020 als «Beta», der erste Block datiert vom 16. März 2020. Die Solana Foundation, die das Ökosystem fördert, ist eine Non-Profit-Stiftung mit Sitz in Zug – ein Stück Crypto Valley, das kaum jemand kennt.
Technisch kombiniert Solana zwei Verfahren. Konsensverfahren, bei dem Validatoren Coins hinterlegen, um Blöcke bestätigen zu dürfen – statt wie bei Bitcoin Rechenleistung einzusetzen. bestimmt, wer Blöcke bestätigen darf. Dazu kommt Solanas eingebaute Zeitstempel-Kette, mit der sich die Reihenfolge von Transaktionen nachweisen lässt, ohne dass sich alle Validatoren ständig abstimmen müssen., eine Art kryptografische Uhr, die festhält, in welcher Reihenfolge Transaktionen eingegangen sind. Das erlaubt Blöcke im Abstand von rund 400 Millisekunden. Die Grundgebühr liegt bei 0,000005 SOL pro Signatur – beim Steuerkurs von Ende 2025 weniger als ein Zehntelrappen, plus eine freiwillige Prioritätsgebühr, wenn das Netz ausgelastet ist. Der Preis dafür: Validatoren brauchen leistungsstarke Server und schnelle Leitungen.
SOL ist der Token des Netzwerks. Er bezahlt die Transaktionsgebühren und wird von Validatoren und Stakern hinterlegt. Eine feste Obergrenze wie beim Bitcoin gibt es nicht: Neue SOL entstehen durch eine jährliche Inflation, die Schritt für Schritt sinkt und langfristig bei 1,5 Prozent liegen soll.
Netzausfälle: die bekannte Schwachstelle
Kein anderes grosses Netzwerk ist so oft stehen geblieben. Laut der offiziellen Statusseite und der Chronik auf Wikipedia gab es zwischen 2021 und 2024 sechs längere Unterbrüche, bei denen die Validatoren das Netz koordiniert neu starten mussten.
- Sept. 2021
Rund 17 Stunden Stillstand, nachdem eine Flut von Transaktionen die Validatoren aus dem Takt gebracht hatte.
- Mai 2022
Etwa 7 Stunden Ausfall, ausgelöst durch Bots, die das Netz mit Transaktionen überschwemmten.
- Juni 2022
Rund 4,5 Stunden Unterbruch wegen eines Programmfehlers bei sogenannten Offline-Transaktionen.
- Okt. 2022
Rund 6 Stunden Stillstand: Ein falsch konfigurierter Knoten hatte widersprüchliche Blöcke veröffentlicht.
- Feb. 2023
Rund 20 Stunden Notbetrieb ohne wirtschaftliche Aktivität, beendet durch einen koordinierten Neustart.
- Feb. 2024
Rund 5 Stunden Ausfall, behoben mit einem Neustart auf einer neuen Software-Version.
Seit dem Ausfall vom Februar 2024 verzeichnet die Statusseite keinen vergleichbaren Vorfall. Was ein Ausfall für dich bedeutet: Deine Coins gehen nicht verloren, denn das Netz setzt beim letzten bestätigten Stand wieder ein. Du kannst aber während des Unterbruchs nichts auf der Blockchain bewegen, und Börsen setzen Ein- und Auszahlungen in SOL in solchen Situationen typischerweise aus. Wer in einem Kurssturz schnell von der eigenen Wallet an eine Börse verschieben will, steckt dann fest.
Wo du Solana in der Schweiz kaufen kannst
Die Auswahl ist grösser als bei den meisten anderen Altcoins. Die wichtigsten Anbieter für Schweizer Kundschaft im Überblick:
| CEX.IO | Swissquote | PostFinance | LUKB | |
|---|---|---|---|---|
| Vertragspartner | CEX OVRS LLC, Nevis | Bank, FINMA | Bank, FINMA | Kantonalbank, FINMA |
| Handelsgebühr | 0,15 % / 0,25 % | ab 1,00 % | 0,95 % | 1,80 % bis CHF 10’000 |
| SOL staken | CH auf Earn-Liste | nur ETH | nicht erwähnt | |
| Auf eigene Wallet | nicht bestätigt | |||
| Franken |
CEX.IO ist seit 2013 aktiv; Gesellschaften der Gruppe sind in den USA (FinCEN) und in Grossbritannien (FCA) registriert. Wer in der Schweiz wohnt, schliesst den Vertrag aber mit der CEX OVRS LLC auf Nevis, die keine Aufsichtsbehörde nennt. Eine FINMA-Bewilligung oder eine Mitgliedschaft bei einer Schweizer Selbstregulierungsorganisation hat CEX.IO nicht, Franken gibt es nicht als Kontowährung. SOL wird gegen US-Dollar gehandelt, die Spot-Gebühren beginnen bei 0,15 % (Maker) und 0,25 % (Taker). Neue Konten sind in den ersten drei Monaten auf USD 1’000 pro Tag und USD 3’000 pro Monat begrenzt. Die Schweiz steht auf der Länderliste für das Earn-Angebot mit Staking, die Angaben von CEX.IO dazu sind aber nicht einheitlich. Details im CEX.IO-Test.
Swissquote (Gland) führt rund 55 Kryptowährungen, darunter SOL. Die Handelsgebühr beginnt bei 1,00 Prozent und sinkt mit dem 30-Tage-Volumen. Eine Auszahlung von SOL auf eine externe Wallet kostet USD 10, Einzahlungen ab USD 500 sind gratis. Dazu kommt eine Depotgebühr von CHF 20 bis 50 pro Quartal für das ganze Konto. Mehr im Swissquote-Test.
PostFinance bietet SOL unter ihren 22 Coins direkt im E-Finance an, ab USD 50 und auch als Sparplan; die Depotgebühr beträgt 0,15 Prozent pro Jahr. Voraussetzung ist ein Steuerdomizil in der Schweiz. Ob du SOL auf eine eigene Wallet übertragen kannst, geht aus den offiziellen Unterlagen nicht hervor. Alles Weitere unter PostFinance Krypto.
Luzerner Kantonalbank: SOL ist einer von neun Coins, verwahrt auf der eigenen Infrastruktur der Bank. Auszahlungen auf externe Wallets sind ab CHF 1’000 möglich und kosten CHF 80 pro Vorgang, die Verwahrung 0,60 Prozent pro Jahr. Die Handelsgebühr sinkt mit dem Betrag: 1,55 Prozent zwischen CHF 10’000 und 50’000, 1,00 Prozent zwischen CHF 100’000 und 990’000, darüber auf Anfrage.
Weitere Wege: Kraken nimmt Franken per SIC-Überweisung über die Bank Frick gratis entgegen und verlangt auf Kraken Pro 0,40 Prozent (Maker) bzw. 0,80 Prozent (Taker) in der tiefsten Stufe; Vertragspartner für die Schweiz ist eine Gesellschaft auf den Britischen Jungferninseln (Kraken-Test). SwissBorg listet SOL und verlangt eine Wechselgebühr von 0,99 Prozent. Franken lassen sich nur per SWIFT an die französische BlockNodes SAS überweisen, Kartenzahlungen kosten Schweizer Kundschaft 4,5 Prozent (SwissBorg-Test). BancaStato handelt SOL seit Juli 2026 im E-Banking, technisch über Sygnum. Die Zuger Kantonalbank führt SOL laut einem Bericht der «Bilanz» ebenfalls. Kein SOL gibt es bei Mt Pelerin und bei Relai, das nur Bitcoin verkauft. Bei Yuh konnten wir die Coin-Liste nicht einsehen.
Wichtig für alle Wege: Ab CHF 1’000 innerhalb von 30 Tagen muss dich ein Schweizer Anbieter identifizieren, Banken tun das ohnehin bei der Kontoeröffnung. Warum das so ist, erklärt unser Ratgeber zur FINMA-Regulierung.
So kaufst du SOL: Schritt für Schritt
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Anbieter wählen
Bank, wenn du SOL bequem neben deinen Wertschriften halten willst. Börse oder App, wenn du mehr Coins, tiefere Gebühren oder Auszahlungen auf eine eigene Wallet suchst.
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Konto eröffnen und verifizieren
Ausweis, Selfie und Schweizer Adresse. Bei Banken läuft das über das bestehende Kundenkonto.
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Franken einzahlen
Am günstigsten per Banküberweisung. Kreditkarten kosten bei vielen Anbietern mehrere Prozent zusätzlich.
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SOL kaufen
Mit einer Limit-Order legst du den Höchstpreis fest. So vermeidest du, dass ein breiter Spread den Kaufpreis unbemerkt verteuert.
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Auf eine eigene Wallet übertragen
SOL-Adresse aus deiner Wallet kopieren, zuerst einen kleinen Testbetrag senden, dann den Rest. Auszahlungsgebühr des Anbieters vorher prüfen.
Der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Sie ist eine versteckte Gebühr, die bei Apps oft zusätzlich zur ausgewiesenen Kommission anfällt. ist bei Apps mit Sofortkauf oft der grössere Kostenblock als die ausgewiesene Gebühr. Vergleiche deshalb den angezeigten Preis mit dem Kurs an einer grossen Börse, bevor du bestätigst.
Du willst SOL kaufen und selbst verwahren? Ein Börsenkonto mit Auszahlung auf die eigene Wallet ist der direkteste Weg.
Seit 2013 am MarktGruppe registriert bei FinCEN (USA) und FCA (UK)
Wallets für Solana: Phantom, Solflare und Hardware
Wer SOL selbst verwahren will, braucht eine Wallet, die das Solana-Netz unterstützt. Am verbreitetsten sind Phantom und Solflare, beides selbstverwahrende Apps und Browser-Erweiterungen: Die Coins liegen auf einer Adresse, deren Liste aus 12 oder 24 Wörtern, mit der sich eine Wallet wiederherstellen lässt. Wer sie kennt, kontrolliert die Coins. nur du kennst. Phantom unterstützt neben Solana inzwischen auch weitere Netzwerke.
Für grössere Beträge lohnt sich eine Hardware-Wallet. Ledger-Geräte unterstützen SOL, Trezor laut eigener Coin-Liste auf einem Teil seiner Modelle. Die Hardware-Wallet signiert, Phantom oder Solflare dienen als Oberfläche. Einen Vergleich der Geräte findest du im Wallet-Ratgeber.
Solana staken in der Schweiz
Beim Coins werden im Netzwerk hinterlegt, um Transaktionen zu bestätigen; dafür gibt es Belohnungen in derselben Kryptowährung. delegierst du SOL an einen Validator und erhältst dafür einen Anteil der Belohnungen. Auf Solana bleiben die Coins dabei in deiner Wallet. Aktivieren und Deaktivieren erfolgt jeweils am Ende einer Epoche, die rund zwei Tage dauert; eine längere Sperrfrist gibt es nicht. Die Validatoren behalten eine Kommission, die je nach Anbieter verschieden hoch ist.
In der Schweiz hast du vier Wege. Swissquote stakt SOL direkt im Konto und behält 20 Prozent der Belohnungen. Bitcoin Suisse in Zug bietet SOL-Staking für seine Kundschaft an, nennt aber keine öffentlichen Gebühren. Selbst delegieren kannst du mit Phantom oder Solflare. Und der ETP ASOL an der SIX stakt die hinterlegten SOL und schreibt den Ertrag täglich dem Produktwert gut. PostFinance bietet Staking nur für Ether an.
Steuerlich gelten Staking-Belohnungen als Einkommen zum Frankenwert im Zeitpunkt des Zuflusses. Weil auf Solana jede Epoche Belohnungen anfallen, kommen über ein Jahr rund 180 kleine Gutschriften zusammen – ohne sauberen Export wird die Steuererklärung mühsam. Alles Weitere im Ratgeber Krypto-Staking in der Schweiz.
Solana über die Börse: ASOL an der SIX und US-ETFs
Wer keine Wallet verwalten will, kann Solana wie eine Aktie im Wertschriftendepot halten. In der Schweiz heissen diese Produkte Exchange Traded Product: an der Börse gehandeltes Wertpapier, das den Kurs einer Kryptowährung abbildet und meist physisch mit Coins hinterlegt ist., nicht ETF.
Der 21Shares Solana Staking ETP (Ticker ASOL, ISIN CH1114873776) ist seit Juni 2021 kotiert. Er ist laut Emittent vollständig mit SOL hinterlegt, die bei BitGo und Coinbase Custody in Cold Storage liegen; die Staking-Rendite fliesst täglich in den Nettoinventarwert. In den Monatsberichten der SIX zählt ASOL zu den umsatzstärksten Krypto-ETPs; mit SLNC von CoinShares ist ein weiteres Solana-Staking-Produkt kotiert.
Rechne die Gebühr durch: 2,50 Prozent pro Jahr sind auf CHF 10’000 jährlich CHF 250. Direkt bei PostFinance gehalten kosten die gleichen CHF 10’000 an Depotgebühr CHF 15 pro Jahr, bei der LUKB CHF 60. Die Staking-Rendite im ETP gleicht einen Teil davon aus, wie viel, schwankt.
In den USA startete im Oktober 2025 der Bitwise Solana Staking ETF (BSOL) an der NYSE, mit 0,20 Prozent Gebühr. Ob dein Schweizer Broker US-Produkte wie BSOL für Privatkunden freischaltet, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Den Gesamtüberblick bietet unser Ratgeber Krypto-ETPs in der Schweiz.
SOL in der Steuererklärung
Für Privatpersonen gelten die üblichen Schweizer Regeln. SOL gehört ins Wertschriftenverzeichnis und unterliegt der kantonalen Jährliche kantonale Steuer auf dem Nettovermögen per 31. Dezember – Kryptowährungen zählen dazu.. Massgebend ist der Steuerwert der ESTV-Kursliste: Für den 31. Dezember 2025 sind es CHF 99,19 pro SOL. Wer Ende 2025 40 SOL hielt, deklariert also CHF 3’967.
Kursgewinne aus dem Privatvermögen sind steuerfrei, Verluste nicht abziehbar. Staking-Belohnungen sind dagegen Einkommen. Wie du Wallets und Börsenkonten richtig erfasst, erklären die Ratgeber Krypto-Steuern in der Schweiz und Krypto in der Steuererklärung.
Die Risiken auf einen Blick
- Netzausfälle: sechs längere Stillstände zwischen 2021 und 2024, in denen keine Transaktionen möglich waren.
- Kursschwankungen: Nach dem Zusammenbruch der Börse FTX fiel SOL im November 2022 an einem einzigen Tag um rund 40 Prozent; FTX hielt SOL im Wert von rund USD 982 Millionen.
- Keine Obergrenze: Die Inflation sinkt zwar jährlich, neue SOL entstehen aber weiterhin.
- Bankverwahrung bindet: Bei PostFinance ist eine Übertragung auf eine eigene Wallet nicht dokumentiert.
- Betrug: gefälschte Token, Airdrops und Signatur-Fallen sind auf Solana besonders verbreitet.
- ETP-Kosten: 2,50 Prozent Jahresgebühr beim ASOL summieren sich bei langer Haltedauer.
Diese Seite ist keine Anlageberatung. Solana ist ein spekulatives Asset, und ein Totalverlust ist nicht ausgeschlossen. Wenn du dich zwischen mehreren Coins entscheidest, hilft der Überblick über die wichtigsten Kryptowährungen in der Schweiz, ein Vergleich mit XRP zeigt, wie unterschiedlich die Schweizer Angebote je nach Coin ausfallen.
Staking
Staking in der Schweiz: PostFinance, Swissquote, Bitcoin Suisse und Kraken im Vergleich – Gebühren auf Rewards, Sperrfristen, Risiken und Steuern.
Krypto-ETP & Säule 3a
Krypto-ETPs an der SIX, der erste Schweizer Bitcoin-ETF und Bitcoin in der Säule 3a: Kosten, Steuern und Risiken im Vergleich zum Direktkauf erklärt.
Krypto-Wallets
BitBox aus Adliswil, Trezor ab CHF 49, Ledger, Tangem aus Zug: was zu wem passt, wie Sie die Seed-Phrase sicher lagern und was die Travel Rule verlangt.
Ethereum kaufen
Ethereum kaufen in der Schweiz: wer ETH gegen Franken verkauft, was es kostet, Staking bei PostFinance und Swissquote, Gasgebühren, ETPs an der SIX und Steuern.