Viele Erfahrungsberichte zu Kryptobörsen sind für Deutschland geschrieben: Sie reden von SEPA und BaFin, aber nicht von SIC, Franken-Konten oder Selbstregulierungsorganisationen. Unsere Testberichte drehen die Perspektive um. Jeder der 18 Berichte beantwortet dieselben Fragen für Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz: Mit welcher Gesellschaft schliessen Sie den Vertrag, wer beaufsichtigt sie, wie kommen Franken hin und zurück, was kostet ein Kauf wirklich, und welche Unterlagen gibt es für die Steuererklärung? Wer nur die acht wichtigsten Börsen nebeneinander sehen will, findet sie in der Vergleichstabelle auf der Startseite.
So lesen Sie unsere Testberichte
Oben in jedem Bericht steht ein Datenblatt mit Regulierung, Einzahlungswegen und Gebühren, gefolgt von drei Kernpunkten. Danach kommt das Fazit: für wen der Anbieter passt und wer besser woanders hinschaut. Ein Rechenbeispiel zeigt, was ein Kauf von CHF 1’000 Bitcoin auf dem günstigsten Weg und per Karte kostet, gerechnet mit den veröffentlichten Preislisten. Wo ein Anbieter keine Zahl publiziert, schreiben wir das hin, statt zu schätzen.
Besonders genau schauen wir auf den Vertragspartner. Viele internationale Plattformen bedienen die Schweiz über Gesellschaften auf den Britischen Jungferninseln, auf Nevis, in Frankreich oder Zypern. Eine Schweizer Firma ist meist einer Selbstregulierungsorganisation: von der FINMA anerkannter Verband, der bei seinen Mitgliedern die Geldwäscherei-Pflichten überwacht, nicht aber die Solvenz. angeschlossen, eine EU-Firma hat vielleicht eine Lizenz nach Markets in Crypto-Assets: EU-Verordnung für Krypto-Dienstleister. Sie gilt in der EU, nicht in der Schweiz.. Was das im Ernstfall bedeutet, steht in jedem Bericht im Abschnitt zur Regulierung. Sterne, Punkte oder Gesamtnoten vergeben wir nicht, und wir behaupten keine Praxistests, die wir nicht belegen können. Wie wir arbeiten, steht in unserer Methodik.
Welcher Anbieter für welchen Zweck
| Bedarf | Anbieter | Warum |
|---|---|---|
| Karte, Apple Pay, viele Coins | CEX.IO | Kartenkauf, Spot ab 0,15 %; kein CHF-Konto |
| Franken per SIC an eine Börse | Kraken | SIC-Einzahlung gratis ab CHF 1 |
| Krypto bei einer Schweizer Bank | Swissquote | FINMA-Bank, 55 Kryptowährungen |
| Kleine Beträge im Alltagskonto | Yuh | ab CHF 10, 1 % pro Trade |
| Bitcoin-Sparplan in die eigene Wallet | Relai, Pocket Bitcoin | 1,0 % ab CHF 50 bzw. 1,5 % ohne Minimum |
| Bargeld am Postschalter | Mt Pelerin | QR-Rechnung, ohne KYC bis CHF 999 in 30 Tagen |
| Rund 400 Coins in einer App | SwissBorg | 0,99 % Gebühr; Franken nur per SWIFT |
| Zahlen mit PostFinance Pay | Bitpanda | Franken ab CHF 10, Käufe ab CHF 1.50 |
| Coins offline sichern | BitBox02, Trezor | Hersteller aus Adliswil bzw. ab CHF 49 |
Börsen und Broker
Handelsplattformen mit Orderbuch
CEX.IO ist seit 2013 am Markt und eignet sich für schnelle Käufe per Karte, Apple Pay oder Google Pay aus 200 bis 300 Coins; Spot-Trades kosten ab 0,15 Prozent Maker und 0,25 Prozent Taker. Schweizer Kundschaft kontrahiert mit der CEX OVRS LLC auf Nevis, die keine Aufsicht nennt, und ein Franken-Konto gibt es nicht. CEX.IO-Testbericht
Kraken bietet unter den internationalen Börsen den direktesten Franken-Weg: SIC-Einzahlungen ab CHF 1 kostenlos, Kraken Pro ab 0,40 und 0,80 Prozent. Vertragspartner ist eine Gesellschaft auf den Britischen Jungferninseln. Kraken im Test
Coinbase steht Schweizer Kundschaft offen und ist über Luxemburg nach MiCA zugelassen, eine Franken-Einzahlung konnten wir aber nicht bestätigen. Rechnen Sie mit Euro, Spread und je nach Zahlungsart bis 1,875 Prozent Gebühr. Coinbase-Erfahrungen
Binance hat tiefe Spot-Gebühren von 0,10 Prozent, aber keine FINMA-Bewilligung, keine Schweizer SRO und keinen bestätigten Franken-Weg. Als Hauptbörse empfehlen wir sie nicht. Binance in der Schweiz
CEX.IO
CEX.IO Erfahrungen für die Schweiz: Spot ab 0,15 %, Kauf per Karte und Apple Pay, Einzahlung in EUR statt CHF – und mit wem Sie den Vertrag schliessen.
Kraken
Kraken Erfahrungen Schweiz: Franken per SIC gratis ab CHF 1, Pro-Gebühren ab 0,40 %, Pi gegen Euro, 30 % Staking-Kommission – und ein BVI-Vertragspartner.
Coinbase
Coinbase in der Schweiz: verfügbar, aber Franken-Einzahlung nicht bestätigt. Euro per SEPA, Spread plus bis 1,875 % Gebühr, Karte nur im EWR – mit Alternativen.
Binance
Binance in der Schweiz: keine FINMA-Bewilligung, keine SRO, keine Franken-Überweisung. Was erlaubt ist, was es kostet und welche regulierten Alternativen bleiben.
Broker und Krypto-Apps mit Bank- oder EU-Aufsicht
Swissquote ist eine Bank mit FINMA-Bewilligung in Gland: 55 Kryptowährungen im selben Konto wie Aktien, Gebühren von 1,00 bis 0,08 Prozent je nach Volumen, dazu CHF 20 bis 50 Depotgebühr pro Quartal. Swissquote-Test
SwissBorg bietet rund 400 Coins zu pauschal 0,99 Prozent; Vertragspartner ist die französische BlockNodes SAS mit MiCA-Bewilligung. Franken kommen nur per SWIFT aufs Konto, Karteneinzahlungen kosten 4,5 Prozent. SwissBorg-Erfahrungen
Bitpanda aus Wien ist nach MiCA zugelassen und nimmt Franken ab CHF 10, laut dem Zahlungsdienstleister wallee auch per PostFinance Pay; Käufe sind ab CHF 1.50 möglich. Die Schweizer Vertragsgesellschaft nennt Bitpanda nicht. Bitpanda im Test
Crypto.com führt für die Schweiz nur ein Euro-Konto, und Crypto Earn ist für Wohnsitz Schweiz ausgeschlossen. Dafür wird die Prepaid-Karte in die Schweiz verschickt. Crypto.com-Testbericht
Swissquote
Swissquote Erfahrungen mit Krypto: 55 Coins bei einer FINMA-Bank, Gebühren von 1,00 % bis 0,08 %, Depotgebühr CHF 20–50 pro Quartal und Staking zu 20 %.
SwissBorg
SwissBorg für Schweizer im Test: Vertrag mit der französischen BlockNodes, Franken nur per SWIFT, 0,99 % pro Tausch, 4,5 % per Karte – mit Rechenbeispiel.
Bitpanda
Bitpanda für Schweizer: Franken ab CHF 10 einzahlen, 0,99 % Aufpreis auf Bitcoin, PostFinance Pay, über 650 Coins – und warum die Bitpanda Card fehlt.
Crypto.com
Crypto.com für Schweizer: nur Euro-Konto statt Franken, Kartenkauf per Apple und Google Pay, Prepaid-Karte mit Versand in die Schweiz – aber kein Crypto Earn.
Apps und Schweizer Anbieter
Relai aus Zürich, Mitglied des VQF, verkauft nur Bitcoin und schickt ihn in eine Wallet, deren Schlüssel Sie selbst halten: 1,0 Prozent Gebühr, mindestens CHF 50 pro Kauf. Relai-Erfahrungen
Pocket Bitcoin aus Lupfig, ebenfalls VQF, wandelt Überweisungen und Daueraufträge automatisch in Bitcoin um und sendet sie in Ihre Wallet, auch per Lightning; 1,5 Prozent ohne Mindestbetrag. Pocket im Test
Yuh gehört vollständig Swissquote und verwahrt dort: 50 Token ab CHF 10, 1 Prozent pro Trade, keine Depotgebühr. Die Coin-Liste steht nicht auf der Krypto-Seite. Yuh-Testbericht
Revolut legt Krypto neben das Franken-Konto; erbracht wird der Krypto-Dienst in der Regel von einer zypriotischen Gesellschaft mit MiCA-Lizenz. Im Standard-Plan kosten Trades 1,49 Prozent oder eine Mindestgebühr, und USDT wurde für die Schweiz Ende August 2026 entfernt. Revolut im Test
Mt Pelerin aus Genf, Mitglied von SO-FIT, nimmt Franken per SIC und Bargeld per QR-Rechnung am Postschalter; bis CHF 500 ohne Kommission, danach 1,3 bis 0,6 Prozent, rund 30 Token. Mt Pelerin-Erfahrungen
YouHodler aus Lausanne, angeschlossen an PolyReg, nimmt Franken gratis, ist laut eigenen AGB aber nicht direkt FINMA-beaufsichtigt. Im Zentrum stehen Hebel, Krypto-Kredite und Ertragskonten – nichts für Einsteiger. YouHodler-Test
Relai
Relai im Test: Bitcoin-App aus Zürich mit 1 % Gebühr, Minimum CHF 50 und CHF 100’000 Jahreslimit. Was der Sparplan kostet und wie Pocket und DFX abschneiden.
Pocket Bitcoin
Pocket Bitcoin aus Lupfig im Check: Dauerauftrag statt App-Konto, 1,5 % ohne Mindestbetrag, Bitcoin direkt in die eigene Wallet. Kosten, KYC und Haken.
Yuh
Yuh für Schweizer Krypto-Einsteiger: ab CHF 10, 1 % pro Trade, Verwahrung bei Swissquote. Was fehlt, was es kostet und wann Alternativen besser passen.
Revolut
Revolut Krypto für Schweizer: 1,49 % im Standard-Plan, Mindestgebühren bis CHF 2.99, Spread bis 3 %, kein USDT – und wer die Kryptodienste wirklich erbringt.
Mt Pelerin
Mt Pelerin und Bridge Wallet im Check: CHF per SIC, erste CHF 500 pro Jahr ohne Kommission, Bargeld per QR-Rechnung an Post und SBB. Kosten, Limiten, Haken.
YouHodler
YouHodler im Test: Vertrag mit der YouHodler SA in Lausanne, PolyReg statt FINMA, Franken gratis einzahlen – und was Hebel, Kredite und Zinskonten riskieren.
Wallets
Wer Coins länger hält, lässt sie nicht auf einer Plattform liegen. Die Grundlagen zu Hardware- und Software-Wallets stehen in unserem Ratgeber Krypto-Wallet Schweiz.
BitBox02 stammt von Shift Crypto aus Adliswil, ist Open Source und als Bitcoin-only- oder Multi-Edition erhältlich. Einen offiziellen Frankenpreis konnten wir nicht bestätigen. BitBox02 im Test
Ledger aus Paris unterstützt Tausende Token, die Nano S Plus kostet ab USD 69. Seit 2026 manipulierte Geräte eines Wiederverkäufers auftauchten, gilt erst recht: nur im offiziellen Shop kaufen. Ledger-Erfahrungen
Trezor setzt auf offenen Quellcode; Safe 3, Safe 5 und Safe 7 kosten CHF 49, 119 und 229, jeweils auch als Bitcoin-only-Edition. Trezor-Test
Exodus ist eine Software-Wallet mit Selbstverwahrung; Swaps kosten ab 0,5 Prozent plus Spread, Käufe laufen über Drittanbieter mit eigener Identitätsprüfung. Exodus im Test
BitBox02
BitBox02 Nova aus Adliswil im Test: Bitcoin-only oder Multi, Bluetooth, microSD-Backup, Open Source – was die Schweizer Hardware-Wallet kann und wo sie endet.
Ledger
Ledger Erfahrungen aus Schweizer Sicht: Nano S Plus ab USD 69 bis Stax, Einfuhr-MWST, Datenleck, Ledger Recover und manipulierte Geräte von CryptoBilis.
Trezor
Trezor Safe 3 für CHF 49, Safe 5 für CHF 119, Safe 7 für CHF 229: Open Source, Bitcoin-only-Editionen, Multi-Share-Backup und was Schweizer Käufer beachten.
Exodus
Exodus Wallet aus Schweizer Sicht: Selbstverwahrung ohne Konto, Swaps ab 0,5 % plus Spread, Kauf über Drittanbieter, Trezor-Anbindung und Hot-Wallet-Risiken.
Wie aktuell die Berichte sind
Gebühren, Zahlungswege und Lizenzen ändern sich laufend. Wir überarbeiten einen Testbericht, sobald ein Anbieter sein Preisverzeichnis anpasst, eine Bewilligung erhält oder einen Dienst für die Schweiz einstellt. Fällt Ihnen eine veraltete Angabe auf, schreiben Sie uns über die Kontaktseite.